
Lizzy Herzer

Gute Partnerschaften entstehen nicht immer am Verhandlungstisch. Manchmal reicht ein Gespräch zwischen zwei Ausstellerständen. Genau so war es im Mai 2026 auf der KH-IT Manager Konferenz in Kassel. Dort trafen basebox und FAST LTA aufeinander. Innerhalb weniger Monate wurde daraus ein gemeinsames Angebot. Es richtet sich längst nicht mehr nur an Kliniken, sondern an jede Organisation, die mit besonders schützenswerten Daten arbeitet – ob Patientenakte, Bürgerdaten in der Kommune oder Verschlusssache in einer Sicherheitsbehörde.
Zwei Aussteller, ein gemeinsames Thema
Die KH-IT, der Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen und -Leiter, hatte im Mai zur Jahreskonferenz geladen. Sie zeigt gut, wo IT-Verantwortliche in Kliniken aktuell stehen: zwischen dem Wunsch, KI produktiv einzusetzen, und der Pflicht, Patientendaten zu schützen.
Ein paar Standreihen weiter präsentierte sich FAST LTA aus München. Das Unternehmen ist seit Jahren Spezialist für sicheren Speicher „Made in Germany" – WORM-Archive und ransomware-sichere Backup-Systeme, die On-Premises laufen, ganz ohne Cloud-Anbindung. Mit der Produktlinie Silent AI hat FAST LTA diesen Ansatz auf KI-Hardware übertragen: eine lokale KI-Appliance, GPU-optimiert, Active-Directory-integriert und vollständig „off-Cloud".
Kurz gesagt: FAST LTA baut die Maschinen. basebox liefert die Software, die darauf läuft. Zwei Unternehmen, ein Schluss: Digitale Souveränität ist für regulierte Organisationen kein Nice-to-have, sondern eine Grundvoraussetzung.
Vom Standgespräch zur fertigen Appliance
Organisationen können heute eine Maschine bei FAST LTA kaufen. basebox ist darauf bereits vorinstalliert und einsatzbereit. Konkret handelt es sich um die Silent AI Core Appliance – ein 4U-Server mit Intel-Xeon-Gold-CPU und PCIe-5-Architektur.
Wie leistungsfähig die Appliance sein muss, hängt von der Größe des Hauses ab. basebox bietet dafür drei Leistungsklassen an, die FAST LTA mit passender Hardware unterlegt. Sie orientieren sich an der Zahl der Menschen, die im Haus mit KI arbeiten sollen:
Klasse 1 eignet sich für Häuser mit rund 200 Personen – etwa eine kleinere Kommune oder ein Fachkrankenhaus.
Klasse 2 trägt rund 500 Personen – ein typisches Klinikum oder ein größerer Verbund von Ämtern.
Klasse 3 ist für 1.000 bis 2.000 Personen ausgelegt – etwa einen Klinikverbund oder eine Landesbehörde.
Wichtig dabei: Die Klassen richten sich nicht nach der Zahl registrierter Nutzerkonten. Anmelden darf sich jeder im Haus, ohne Aufpreis. Entscheidend ist, wie viele Menschen gleichzeitig eine Anfrage stellen – und da trägt schon die kleinste Klasse ein Vielfaches der vermuteten Nutzerzahl. Reicht die Leistung später nicht mehr, lässt sich aufrüsten. Man kauft einen Einstieg, keine Endstufe.
Auf jeder Klasse liefert basebox die komplette Plattform: Chat-Assistent, Dokumentenanalyse, Texterkennung, Spracherkennung, eigene Apps und einen Orchestrator für automatisierte Abläufe. Alles inklusive, ohne Funktionsstufen.
Drei Wege, eine Appliance. Wer keinen eigenen Serverraum hat, muss trotzdem nicht verzichten: Die Maschine kann auch bei basebox in einem deutschen Rechenzentrum stehen und von dort betrieben werden. Und wer lieber ganz ohne eigene Hardware starten möchte, hat noch eine dritte Option: FAST LTA stellt basebox zusätzlich eine eigene Maschine zur Verfügung, auf der wir unsere Cloud-Variante betreiben. So oder so bleibt die Datenverarbeitung in Deutschland – egal, für welchen Weg sich eine Organisation entscheidet.
Warum das Modell weit über Kliniken hinaus funktioniert
Die Partnerschaft ist im Klinikumfeld entstanden. Das zugrunde liegende Problem betrifft aber nicht nur Krankenhäuser. Überall dort, wo Organisationen mit besonders schützenswerten Daten arbeiten, stellt sich dieselbe Frage: Wie nutze ich KI operativ, ohne die Kontrolle über diese Daten an einen Cloud-Anbieter abzugeben?
basebox ist rechtlich kein klassischer Cloud-Dienst. Die Maschine gehört der Organisation selbst. Deshalb lässt sich die Kombination aus FAST LTA-Hardware und basebox-Software branchenübergreifend einsetzen:
Gesundheitswesen – für Patientendaten, von der Klinik bis zum Gesundheitsamt.
Kommunen und Behörden – für Bürger- und Sozialdaten, etwa in Bürgermeisterämtern, Jobcentern oder Ministerien.
Sicherheitsbehörden und Verteidigung – für Verschlussdaten, bei denen jede externe Verarbeitung von vornherein ausscheidet.
Finanzsektor – für besonders schützenswerte Kundendaten bei Versicherungen und Banken.
Der gemeinsame Nenner: Die Daten dürfen das Haus nicht verlassen. Trotzdem will keine Organisation auf den Funktionsumfang moderner KI-Plattformen verzichten.
Warum sich eine vorkonfigurierte Lösung lohnt
Weniger Integrationsrisiko von Anfang an. Hardware und Software kommen bereits abgestimmt und getestet. Treiber, Netzwerktopologie, Systemzugriffe – all das ist vorab geklärt, nicht erst im Nachhinein ein Problem.
Ein Ansprechpartner für die Hardware, einer für die Software. Klare Verantwortlichkeiten sind in regulierten Umgebungen Gold wert. Fällt eine Komponente aus, ist sofort klar, wer zuständig ist. FAST LTA übernimmt mit seinem Care-Programm Telefon-Support, Remote-Sessions und Vor-Ort-Reparaturen. basebox kümmert sich um Plattform- und Modell-Updates.
Planbare Kosten ohne versteckte Posten. Eine fertig konfigurierte Appliance mit definiertem Kaufpreis, Wartungsvertrag und Jahreslizenz lässt sich sauber budgetieren. Das unterscheidet sie von Cloud-Diensten, deren tatsächliche Kosten oft erst im Nachhinein sichtbar werden.
Volle Datenhoheit von Tag eins an. Die Appliance steht im eigenen Haus – oder wahlweise bei basebox. In beiden Fällen ist basebox rechtlich kein klassischer Cloud-Dienst. Organisationen dürfen Patienten-, Bürger-, Sozial- und Verschlussdaten uneingeschränkt verarbeiten.
Auf Wachstum ausgelegt, nicht auf eine Obergrenze. Reicht die Leistung später nicht mehr, wird auf die nächste Klasse aufgerüstet. Reicht auch das nicht, kommt eine weitere Maschine dazu.
Eine Partnerschaft, die aus einem echten Gespräch entstanden ist
Am Ende steht ein Angebot, bei dem Hardware und Software nicht nur technisch zusammenpassen, sondern auch kulturell. Beide Unternehmen denken von der Souveränität der Daten her, nicht von der Bequemlichkeit einer Cloud-Anmeldung – ganz gleich, ob diese Daten in einem Krankenhaus, einem Rathaus oder einer Sicherheitsbehörde entstehen.
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