Fördermittel für KI-Projekte in Österreich und der Schweiz
In beiden Ländern gibt es im Oktober 2026 kein Programm, das den Einsatz einer fertigen KI-Plattform in Krankenhaus oder Verwaltung eigens bezuschusst. In Österreich kommen für Unternehmen aws Digitalisierung und Landesprogramme in Ober- und Niederösterreich in Frage, Gemeinden setzen Mittel aus dem Kommunalinvestitionsgesetz frei ein. In der Schweiz fördert Innosuisse Projekte mit Forschungspartner, und Behörden können sich beim Innovationswettbewerb der Digitalen Verwaltung Schweiz bewerben.
Welche Förderung gibt es im Oktober 2026?
| Land | Programm | Für wen | Höhe | Stand 11. Oktober 2026 |
|---|---|---|---|---|
| AT | aws Digitalisierung | Unternehmen aus Herstellung und produktionsnahen Dienstleistungen (in Tirol alle Branchen) | Zuschuss bis 150.000 € | offen, nach Eingang der Anträge |
| AT | DIGITAL.PLUS 26 (Oberösterreich) | KMU in Oberösterreich, u. a. für Datenmanagement und KI | 35 %, höchstens 7.000 € | Antrag bis 2. November 2026 |
| AT | digi4wirtschaft (Niederösterreich) | Unternehmen in Niederösterreich, ausdrücklich für KI und Digitalisierung | bis 25.000 € je Projekt | Anträge seit 1. Oktober 2026 |
| AT | FFG Basisprogramm | Unternehmen, nur Forschung und Entwicklung | bis 3 Mio. € je Projekt | Einreichung bis 31. Dezember 2026 |
| AT | Kommunalinvestitionsgesetz 2025 | Gemeinden | Anteil nach Schlüssel | ohne Antrag, Auszahlung 2026 bis 2028 |
| AT | Forschungsprämie | Unternehmen | 14 % der Forschungsaufwendungen | dauerhaft |
| CH | Innosuisse Innovationsprojekt | Unternehmen, Verwaltungen, gemeinnützige Organisationen mit Forschungspartner | Innosuisse zahlt den Forschungspartner | laufend |
| CH | Innosuisse Innovationsscheck | Organisationen unter 250 Vollzeitstellen | bis CHF 15.000 für eine Vorstudie | laufend |
| CH | Innovationswettbewerb Digitale Verwaltung Schweiz | Bund, Kantone, Städte, Gemeinden | 2027 insgesamt CHF 200.000 | Eingaben ab Anfang November 2026 |
Geschlossen oder ausgeschöpft sind unter anderem KMU.DIGITAL 4.0, die aws-Programme zur KI-Einführung (AI-Adoption bis Februar 2025) und die FFG-Ausschreibung „AI Ökosysteme 2026“ (Frist 6. Oktober 2026).
Was gibt es in Österreich für Unternehmen und Träger?
aws Digitalisierung ist das wichtigste offene Bundesprogramm: ein nicht rückzahlbarer Zuschuss bis 150.000 € für Digitalisierungsprojekte mit 8 Monaten bis 2 Jahren Laufzeit. Es richtet sich an Unternehmen aus Herstellung und produktionsnahen Dienstleistungen, in Tirol an alle Branchen. Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden.
Zwei Bundesländer fördern KI ausdrücklich:
- Oberösterreich, DIGITAL.PLUS 26: für KMU mit Sitz in Oberösterreich, Schwerpunkt unter anderem „Datenmanagement/Künstliche Intelligenz“, 35 % der Kosten, höchstens 7.000 €, Mindestkosten 12.000 €. Anträge bis 2. November 2026.
- Niederösterreich, digi4wirtschaft: am 29. September 2026 neu aufgelegt, 2 Mio. € Budget, bis 25.000 € je Projekt für KI und Digitalisierung, Anträge seit 1. Oktober 2026.
Die FFG fördert Forschung, nicht die Einführung fertiger Produkte. Das Basisprogramm ist themenoffen und nimmt 2026 bis zum 31. Dezember Anträge an. Die Forschungsprämie (§ 108c EStG) erstattet 14 % der Forschungsaufwendungen, auch ohne Gewinn, als Gutschrift auf dem Abgabenkonto; für eigene Forschung braucht es ein Gutachten der FFG.
Was können österreichische Gemeinden nutzen?
Die Mittel aus den Kommunalinvestitionsgesetzen (KIG 2023 und KIG 2025) sind seit dem Budgetbegleitgesetz 2025 keine Zweckzuschüsse mehr, sondern Finanzzuweisungen. Laut Finanzministerium bedeutet das: keine Anträge, keine Pflicht zur Kofinanzierung, keine Vorgaben zur Art der Investition, nur ein Bericht an den Gemeinderat. Das KIG 2025 umfasst 620 Mio. €, ausgezahlt 2026 bis 2028; der digitale Wandel ist im Bericht ausdrücklich ein Thema. Eine Gemeinde kann diese Mittel also auch für Digitalisierung einsetzen.
Ein allgemeines Landesprogramm für die Digitalisierung von Gemeinden haben wir nicht gefunden. Regional gibt es Aufrufe über LEADER-Regionen.
Und für Krankenhäuser in Österreich?
Eine Förderung, die ein Krankenhaus selbst beantragen kann, haben wir nicht gefunden. Mit dem Finanzausgleich 2024 bis 2028 stellen Bund, Länder und Sozialversicherung zusätzlich 17 Mio. € pro Jahr für Digitalisierung und eHealth bereit; das Geld fließt in gemeinsame Vorhaben wie Telemedizin und die Gesundheitsnummer 1450, nicht an einzelne Häuser. Krankenhausträger finanzieren KI daher meist über das Budget des Landes oder über Forschungsprojekte.
Was gibt es in der Schweiz?
Innosuisse ist der wichtigste Weg. Bei Innovationsprojekten mit Umsetzungspartner können Unternehmen, Verwaltungen, gemeinnützige Organisationen und andere öffentliche Institutionen mit einem Schweizer Forschungspartner zusammenarbeiten. Innosuisse bezahlt den Forschungspartner, der Umsetzungspartner trägt 40 bis 60 % der Gesamtkosten, davon mindestens 5 % als Barbeitrag. Der Innovationsrat für Informations- und Kommunikationstechnik tagt das nächste Mal am 21. Oktober und 18. November 2026; Gesuche sind mindestens sechs Wochen vorher einzureichen. Für eine Vorstudie gibt es den Innovationsscheck bis CHF 15.000.
Für Behörden gibt es den Innovationswettbewerb der Digitalen Verwaltung Schweiz (DVS). 2025 wurde dort unter anderem das Projekt „GPT für Gemeinden“ der Gemeinde Orpund mit CHF 40.000 unterstützt. 2026 gab es keine Runde; Eingaben für 2027 sind ab Anfang November 2026 möglich, insgesamt stehen CHF 200.000 bereit. Die Anschubfinanzierung der Agenda DVS fördert nationale Basisdienste; Gemeinden können dort nicht selbst beantragen.
Für Spitäler gibt es keine Digitalisierungsförderung des Bundes, die ein Spital selbst beantragen kann. Das Programm DigiSanté (CHF 392 Mio. von 2025 bis 2034) baut Standards, Register und Basisdienste auf; Spitäler profitieren indirekt.
Welche EU-Programme stehen offen?
Österreich nimmt als EU-Mitglied am Programm „Digitales Europa“ teil; vier Europäische Digitale Innovationszentren (EDIH) beraten KMU und öffentliche Verwaltungen. Die Schweiz ist seit 2025 an Horizon Europe und am Programm „Digitales Europa“ assoziiert, ausgenommen sind dort Cybersicherheit und Halbleiter. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation kofinanziert Schweizer Teilnehmende im Programm „Digitales Europa“ bis 50 %.
Wie geht das mit basebox?
Für einen Antrag brauchen Sie belastbare Kosten. Der Konfigurator zeigt alle Posten einzeln, das verbindliche Angebot bekommen Sie per E-Mail. Gemeinnützige Einrichtungen erhalten 15 % auf die Lizenz.
Keine Rechtsberatung: Förderprogramme, Fristen und Richtlinien ändern sich häufig. Maßgeblich sind die Richtlinie und Ihre Förderzusage. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.
Häufige Fragen
Gibt es in Österreich noch KMU.DIGITAL?
Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist laut Programmseite vollständig ausgeschöpft. Ab 2027 wird es das Programm wegen der Budgetsanierung des Bundes nicht mehr geben (Stand 11. Oktober 2026).
Fördert die FFG die Einführung einer KI-Plattform?
In der Regel nicht. FFG-Programme wie das Basisprogramm oder die Ausschreibungen der AI Mission Austria fördern Forschung und Entwicklung. Die Ausschreibung „AI Ökosysteme 2026“ schließt die bloße Anwendung bestehender Modelle ausdrücklich aus.
Können Schweizer Gemeinden Innosuisse-Förderung bekommen?
Ja, als Umsetzungspartner. Innosuisse nennt neben Unternehmen ausdrücklich Verwaltungen und andere öffentliche Institutionen. Voraussetzung ist ein Schweizer Forschungspartner; Innosuisse bezahlt dessen Arbeit, der Umsetzungspartner trägt 40 bis 60 % der Gesamtkosten.
Gibt es Förderung für Spitäler in der Schweiz?
Eine Förderung für die Digitalisierung einzelner Spitäler haben wir nicht gefunden. Das Bundesprogramm DigiSanté (CHF 392 Mio. für 2025 bis 2034) baut nationale Standards, Register und Basisdienste auf, von denen Spitäler indirekt profitieren.
Quellen
- KMU.DIGITAL: Programmseite (abgerufen 11.10.2026) ↗
- aws: Digitalisierung, Programmübersicht (abgerufen 11.10.2026) ↗
- FFG: Basisprogramm ↗
- FFG: AI Ökosysteme 2026 ↗
- WKO: DIGITAL.PLUS Oberösterreich ↗
- Land Niederösterreich: Neuauflage digi4wirtschaft (29. September 2026) ↗
- Kommunalinvestitionsgesetz 2025, geltende Fassung (RIS) ↗
- BMF: Kommunales Investitionsprogramm ↗
- Parlament, Budgetdienst: Finanzausgleich 2024 (4. Dezember 2023) ↗
- FFG: Forschungsprämie ↗
- § 108c EStG: Forschungsprämie ↗
- Innosuisse: Innovationsprojekte mit Umsetzungspartner ↗
- Innosuisse: Innovationsscheck ↗
- Digitale Verwaltung Schweiz: Förderung von E-Partizipation und Innovationen ↗
- Digitale Verwaltung Schweiz: Agenda DVS ↗
- BAG: DigiSanté stärkt den digitalen Service public ↗
- SBFI: Digital Europe Programme ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.