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TechnikStand René HerzerMit KI erstellt

Instanzmodell und Modell-Hosting: zwei Fragen, die man auseinanderhalten sollte

Das Instanzmodell beschreibt, wie die Plattform eines Kunden von anderen getrennt ist: gemeinsame Umgebung, eigene Umgebung oder Hardware nur für ihn. Das Modell-Hosting beschreibt, wo das KI-Modell rechnet und wer es betreibt: der Plattformanbieter selbst, ein Modellanbieter oder der Kunde. Beides ist unabhängig voneinander. Eine Plattform kann in Deutschland laufen und trotzdem jede Frage an das Modell eines anderen Anbieters schicken. Fragen Sie deshalb immer nach beidem.

Was ist das Instanzmodell?

Das Instanzmodell beantwortet die Frage: Wie ist meine Plattform von der anderer Kunden getrennt? Gemeint sind Anmeldung, Rechte, Apps, Dokumente und Protokoll. Üblich sind drei Stufen:

  • Gemeinsame Umgebung: Alle Kunden arbeiten in einer Installation und sind logisch getrennt (Mandanten).
  • Eigene Umgebung: Jeder Kunde hat eine eigene Installation mit eigener Benutzerverwaltung, auf Servern, die sich mehrere Kunden teilen.
  • Hardware nur für einen Kunden: beim Anbieter oder im Haus des Kunden.

Was ist Modell-Hosting?

Das Modell-Hosting beantwortet die Frage: Wo rechnet das KI-Modell, und wer betreibt es? Typisch sind:

  • Der Plattformanbieter betreibt das Modell selbst, in seinem Rechenzentrum oder auf dem Server beim Kunden.
  • Ein Modellanbieter rechnet, etwa OpenAI, Anthropic, Google oder Mistral AI, oft über eine Cloud in der EU. Die Plattform schickt jede Frage dorthin. Mehr dazu im Ratgeber Wrapper oder eigenständige Plattform?
  • Der Kunde stellt das Modell, etwa auf einem eigenen Rechencluster.

Dazu kommt die Frage, ob sich mehrere Kunden ein Modell teilen. Das ist bei fast allen Cloud-Angeboten so und für sich kein Problem, solange jede Anfrage getrennt verarbeitet und nicht zum Training verwendet wird.

Gemeinsam genutztes Modell oder eigene Instanz?

Ein KI-Modell braucht leistungsstarke Grafikprozessoren. Weil die teuer sind, lassen die meisten Anbieter ein Modell für viele Kunden zugleich rechnen. Man spricht von einer gemeinsam genutzten Schnittstelle („Shared API“) oder von Mandantenfähigkeit („Multi-Tenant“). Jede Anfrage wird für sich verarbeitet; getrennt sind die Kunden logisch, nicht durch eigene Hardware. Eine eigene Instanz (dediziert, „Single-Tenant“) ist ein Modell, das nur für eine Organisation rechnet, auf Hardware, die nur ihr zur Verfügung steht, beim Anbieter oder im Haus des Kunden.

Zusammen mit dem Instanzmodell ergeben sich vier Stufen der Trennung:

Stufe Plattform und Daten KI-Modell Typisch für
1. Alles gemeinsam Eine Umgebung für alle Kunden, logisch getrennt Gemeinsam genutzt Einstiegsangebote, Testumgebungen
2. Eigene Umgebung Eigene Umgebung und Benutzerverwaltung je Kunde, auf gemeinsam genutzten Servern Gemeinsam genutzt Cloud-Angebote für Organisationen
3. Eigene Instanz beim Anbieter Eigene Umgebung Nur für diesen Kunden, auf Hardware des Anbieters Große Organisationen, besondere Vorgaben
4. Hardware im eigenen Haus Auf dem Server des Kunden Auf dem Server des Kunden Häuser mit eigenem Rechenzentrum, Betrieb ohne Internet

Die Bezeichnungen der Anbieter unterscheiden sich. Langdock etwa nennt eine gemeinsam genutzte Cloud als Standard, eine Umgebung nur für einen Kunden ab 2.000 Seats und einen Betrieb in der Cloud oder im Rechenzentrum des Kunden ab 5.000 Seats. Mistral AI bietet die Enterprise-Fassung auch in einer privaten Cloud oder im Haus des Kunden an. Stand 11.10.2026, nach Angaben der Anbieter.

Ist ein gemeinsam genutztes Modell ein Datenschutzproblem?

Nicht von sich aus. Die DSGVO schreibt keine bestimmte Bauart vor; sie verlangt technische und organisatorische Maßnahmen, die dem Risiko angemessen sind (Art. 32 DSGVO). Auch § 393 SGB V verlangt für Gesundheitsdaten in der Cloud einen Nachweis nach BSI C5 oder einen gleichwertigen Nachweis, keine eigene Hardware. Wichtiger als die Stufe sind die Fragen weiter unten: wer das Modell betreibt, ob gespeichert, protokolliert oder trainiert wird und wie die Kunden getrennt sind.

Wann lohnt sich eine eigene Instanz?

  • Feste Rechenleistung: Antworten werden nicht langsamer, wenn andere Kunden viel fragen.
  • Eigene Modellwahl: etwa ein spezialisiertes Modell, das nur Ihr Haus nutzt.
  • Vorgaben des Hauses: Manche Sicherheitskonzepte oder Ausschreibungen verlangen Hardware nur für eine Organisation.
  • Betrieb ohne Internet: nur mit Hardware im eigenen Haus.

Dagegen steht der Preis: Grafikprozessoren nur für eine Organisation kosten, auch wenn sie nachts stillstehen.

Wie hängen beide zusammen?

Gar nicht zwingend. Daraus ergeben sich vier übliche Kombinationen:

Plattform läuft … Modell rechnet … Beispiel
beim Anbieter beim selben Anbieter Cloud-Plattform mit eigenem Modellbetrieb
beim Anbieter bei einem Modellanbieter Oberfläche in Deutschland, Fragen gehen an einen Modellanbieter
im Haus im Haus Server mit Plattform und Modell, auf Wunsch ohne Internet
im Haus an einem anderen Ort Hybrid-Betrieb (wann sinnvoll)

Für den Datenschutz zählt der Ort, an dem Daten gespeichert werden, und der Ort, an den sie für jede Antwort geschickt werden. Bei der zweiten Zeile liegt die Plattform zwar in Deutschland, aber jede Frage mit den Textstellen aus Ihren Dokumenten geht an den Modellanbieter. Er ist dann Unterauftragsverarbeiter, und sein Recht gilt für diese Daten mit.

Welche Fragen sollten Sie jedem Anbieter stellen?

  1. Wie ist unsere Plattform von anderen Kunden getrennt: gemeinsame Umgebung, eigene Umgebung oder eigene Hardware?
  2. Haben wir eine eigene Benutzerverwaltung?
  3. Wo rechnet das KI-Modell, und wer betreibt es?
  4. Teilen wir uns das Modell mit anderen Kunden? Wenn ja: Wird gespeichert oder protokolliert, und wie lange?
  5. Wird mit unseren Daten trainiert?
  6. Gehen Daten unter bestimmten Umständen an ein anderes Modell, etwa bei Last oder für bestimmte Funktionen?
  7. Wo steht das alles im Vertrag, in den TOMs und in der Liste der Unterauftragsverarbeiter?

Wie ist das bei basebox?

Weg Instanzmodell Modell-Hosting
Cloud eigene virtuelle Kubernetes-Umgebung und eigene Benutzerverwaltung (Keycloak) je Organisation, auf einem gemeinsam genutzten Server im Rechenzentrum München-Ost KI-Modell in basebox auf unseren Servern, gemeinsam genutzt; jede Anfrage ohne dauerhafte Speicherung und logisch getrennt. Ein Modell nur für Ihre Organisation gibt es auf Wunsch; den Preis finden Sie in Ihrem persönlichen Angebot.
Server ein Server gehört genau einem Kunden, bei Ihnen oder in unserem Rechenzentrum auf dem Server; die Grafikprozessoren teilen sich nur Ihre eigenen Dienste
Hybrid Plattform auf Ihrer Hardware in Ihrem Netz an einem anderen Ort, etwa in Ihrem Rechenzentrum oder bei einem Anbieter, den Sie anbinden
Startumgebung gemeinsame Umgebung, Kunden als Mandanten getrennt Google Vertex in Frankfurt (Startumgebung)

Ein externes Modell gibt es nur als eigene App, wenn Sie sie ausdrücklich einrichten lassen; sie läuft bei Google Vertex in Frankfurt (App mit externem Modell). Ihre Daten trainieren kein Modell. Für Gesundheitsdaten empfehlen wir die eigene Umgebung in der Cloud oder den Server, nicht die Startumgebung.

Was kostet welcher Weg bei basebox?

  • Cloud: ab 490 € pro Person und Jahr bei 5 Personen, 240 € bei 200 Personen, 203 € bei 1.000 Personen; 20 Mio. Tokens pro Person und Jahr für die ganze Organisation.
  • Server: Klasse 1 für etwa 200 bis 500 Personen einmal 109.643 €, dazu 21.569 € Lizenz und 9.868 € Servicevertrag im Jahr; ohne Kontingent, anmelden darf sich jeder.
  • Eigenes Modell in der Cloud: Wird im Angebot berechnet. Den Preis finden Sie in Ihrem persönlichen Angebot.

Listenpreise netto. Ab etwa 230 Personen ist der Server über fünf Jahre günstiger als die Cloud; mehr im Ratgeber Cloud oder Server?. Jede Zahl rechnet der Rechner.

Häufige Fragen

Reicht es, wenn die Plattform in Deutschland gehostet wird?

Nicht für eine vollständige Antwort. Prüfen Sie auch, wohin die Fragen für das KI-Modell gehen. Schickt die Plattform sie an einen Modellanbieter, wird dieser Unterauftragsverarbeiter, und sein Standort und sein Recht gelten für diese Daten.

Wo finde ich Instanzmodell und Modell-Hosting eines Anbieters?

Meist in der Liste der Unterauftragsverarbeiter, in den technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) und in der Sicherheitsdokumentation. Steht es dort nicht, fragen Sie schriftlich nach.

Sieht ein anderer Kunde meine Anfragen, wenn wir uns ein Modell teilen?

Bei sauberer Trennung nein. Ein Modell verarbeitet jede Anfrage für sich; Inhalte einer Anfrage fließen nicht in die Antwort an einen anderen Kunden, solange nicht mit den Daten trainiert wird. Fragen Sie den Anbieter, ob Anfragen gespeichert oder protokolliert werden und wie Kunden getrennt sind.

Was kostet ein KI-Modell nur für unsere Organisation bei basebox?

Das hängt davon ab, welche Rechenleistung und welches Modell Sie nutzen wollen; einen Listenpreis gibt es dafür nicht. Den Preis finden Sie in Ihrem persönlichen Angebot. Für viele Häuser ist ab etwa 200 Personen der Server die Alternative: Hardware nur für Sie, mit Listenpreis.

Verlangt § 393 SGB V eine eigene Instanz?

Nein. § 393 SGB V verlangt für Gesundheitsdaten in der Cloud ein C5-Testat oder einen gleichwertigen Nachweis und Vorgaben zum Ort der Verarbeitung, aber keine bestimmte Stufe der Trennung. Ob Ihre Vorgaben mehr verlangen, entscheiden Informationssicherheit und Datenschutz Ihres Hauses.

Quellen

  1. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 28 und 32, EUR-Lex ↗
  2. § 393 SGB V: Cloud-Einsatz im Gesundheitswesen ↗
  3. BSI: Kriterienkatalog C5:2026 ↗
  4. Langdock: Enterprise, Betriebsmodelle (abgerufen 11.10.2026) ↗
  5. Mistral AI: Vibe, früher Le Chat (abgerufen 11.10.2026) ↗
  6. OpenAI Help Center: Data residency and inference residency for ChatGPT ↗

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.

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