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AuswahlStand René HerzerMit KI erstellt

Bus-Faktor: Wenn nur eine Person die selbstgebaute KI kennt

Der Bus-Faktor gibt an, wie viele Personen ausfallen dürfen, bevor niemand mehr ein System betreuen kann. Bei selbstgebauter KI liegt er oft bei eins: Eine engagierte Person hat Server, Modell und Oberfläche eingerichtet und kennt als Einzige die Zusammenhänge. Gegenmittel sind Dokumentation, eine zweite eingearbeitete Person, Installation per Skript und ein Wartungsvertrag. Auch bei einer gekauften Plattform lohnt der Blick darauf, was passiert, wenn es den Anbieter nicht mehr gibt.

Was ist der Bus-Faktor?

Der Bus-Faktor ist die kleinste Zahl von Personen, deren Ausfall ein System unbetreubar macht. Liegt er bei eins, hängt alles an einer Person. Das ist kein Vorwurf an diese Person: Meist ist sie diejenige, die sich als Erste mit KI beschäftigt, einen Server eingerichtet und Kolleginnen und Kollegen geholfen hat. Das Risiko entsteht, wenn aus diesem Engagement ein Dienst für viele wird, ohne dass sich die Betreuung mitverteilt.

Warum ist der Bus-Faktor bei selbstgebauter KI oft niedrig?

Eine KI im eigenen Haus besteht aus vielen Schichten: Betriebssystem, Treiber für die Grafikprozessoren, Container, die Software für das Modell, das Modell selbst, eine Oberfläche, eine Datenbank, die Anmeldung und Verbindungen zu Fachsystemen. Jede Schicht hat eigene Versionen und Einstellungen. Wie sie zusammenpassen, steht oft nur im Kopf der Person, die sie eingerichtet hat, und in ein paar Notizen.

Hinzu kommt das Tempo: Modelle und Software erscheinen in kurzen Abständen. Wer nicht laufend dranbleibt, verliert schnell den Überblick, und eine Vertretung lässt sich kaum für zwei Wochen Urlaub einarbeiten.

Gilt das auch für die Open-Source-Projekte selbst?

Ja, in kleinerem Maß. Eine Studie hat 2016 den Bus-Faktor von 133 bekannten Projekten auf GitHub geschätzt: Bei 65 % lag er bei höchstens zwei. Das sagt nichts über ein einzelnes Projekt von heute, zeigt aber, dass auch verbreitete Software an wenigen Personen hängen kann. Prüfen Sie für die Bausteine, auf die Sie sich stützen: Wie viele Personen tragen regelmäßig bei? Steht eine Firma oder Stiftung dahinter? Wie schnell werden Sicherheitslücken geschlossen?

Was verlangen Regelwerke?

Die NIS2-Richtlinie nennt unter den Pflichten für betroffene Einrichtungen die Aufrechterhaltung des Betriebs (Art. 21 Abs. 2 Buchst. c) und die Sicherheit des Personals (Buchst. i). Das BSI behandelt Personalwechsel und Vertretung im IT-Grundschutz (Baustein ORP.2 Personal) und Notfallvorsorge im BSI-Standard 200-4. Eine KI, auf die sich viele stützen, gehört in diese Planung wie andere wichtige Anwendungen. Mehr im Ratgeber Notfallbetrieb bei Ausfall der KI-Plattform.

Was erhöht den Bus-Faktor?

  • Zweite Person: mindestens eine weitere Person, die Updates, Wiederherstellung und Störungen selbstständig erledigen kann und das regelmäßig tut.
  • Installation per Skript: Die Umgebung lässt sich aus versionierten Dateien neu aufbauen, statt von Hand eingerichtet zu sein.
  • Betriebshandbuch: Aufbau, Zugänge, Versionen, Abhängigkeiten, Abläufe für Update und Wiederherstellung, Ansprechpartner.
  • Geübte Wiederherstellung: Eine Sicherung zählt erst, wenn jemand anderes sie einmal zurückgespielt hat.
  • Wartungsvertrag: ein Dienstleister, der die Umgebung kennt und im Ausfall übernimmt, mit AVV, wenn er Zugriff auf Daten hat.
  • Weniger Eigenbau: Jede selbst geschriebene Verbindung und jede Sonderlösung ist Wissen, das jemand halten muss.

Und bei einer gekauften Plattform?

Der Bus-Faktor verschiebt sich zum Anbieter. Fragen Sie deshalb: Wer leistet Support, zu welchen Zeiten? Bekommen Sie Ihre Daten, Wissenssammlungen und Einstellungen heraus? Was passiert mit der Software, wenn es den Anbieter nicht mehr gibt, etwa durch Hinterlegung des Quellcodes oder Veröffentlichung? Dazu der Ratgeber Exit-Strategie und Datenportabilität.

Wie geht das mit basebox?

Updates, neue Modelle und Support sind in der Lizenz enthalten; Support gibt es werktags von 9 bis 17 Uhr. Auf Wunsch betreiben wir Ihren Server aus der Ferne. Apps mit ihren Anweisungen, Wissensdatenbanken und Einstellungen lassen sich exportieren. Wird basebox insolvent, wird der Code als Open Source veröffentlicht, damit Kunden weiterarbeiten können; beim Server läuft basebox auf Ihrer Hardware.

Häufige Fragen

Woher kommt der Begriff Bus-Faktor?

Aus der Softwareentwicklung. Er fragt zugespitzt, wie viele Personen „vom Bus überfahren“ werden müssten, bis ein Projekt stillsteht. Gemeint sind alle Ausfälle: Urlaub, Krankheit, Elternzeit, Kündigung. In der Forschung heißt er auch Truck Factor.

Wie messen wir den Bus-Faktor unseres Eigenbaus?

Fragen Sie für jede Aufgabe, wer sie heute ohne Hilfe erledigen könnte: Update einspielen, Modell wechseln, Sicherung wiederherstellen, neue Person anlegen, Störung beheben. Die kleinste Zahl ist Ihr Bus-Faktor.

Was passiert mit basebox, wenn es basebox nicht mehr gibt?

Wird basebox insolvent, wird der Code als Open Source veröffentlicht, damit Kunden weiterarbeiten können. Beim Server läuft die Plattform ohnehin auf Hardware, die Ihnen gehört.

Quellen

  1. Avelino, Passos, Hora, Valente: A Novel Approach for Estimating Truck Factors (ICPC 2016, arXiv 1604.06766) ↗
  2. Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS2), Art. 21 Abs. 2 Buchst. c und i (EUR-Lex) ↗
  3. BSI IT-Grundschutz-Kompendium, Baustein ORP.2 Personal (Edition 2022) ↗
  4. BSI-Standard 200-4: Business Continuity Management ↗

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.

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