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TechnikStand René HerzerMit KI erstellt

KI und Pflegesoftware: Wann lohnt sich eine Anbindung?

Für viele Aufgaben in der Pflege braucht eine KI keine Anbindung an die Pflegesoftware: Pflegeberichte aus Stichpunkten, Briefe an Angehörige oder Fragen zu Expertenstandards laufen mit dem, was die Fachperson eingibt. Soll die KI vorhandene Einträge auswerten, etwa für eine Übergabe, braucht sie Zugang zur Pflegedokumentation. Den stellt der Hersteller der Pflegesoftware über eine Schnittstelle bereit. Gesetzlich vorgeschrieben sind dort bisher vor allem Schnittstellen für Archiv, Systemwechsel und die Anbindung vergleichbarer Systeme.

Braucht die KI überhaupt Zugang zur Pflegesoftware?

Oft nicht. Viele Aufgaben arbeiten mit dem, was die Pflegefachperson sagt oder schreibt:

Ohne Anbindung Mit Anbindung
Pflegebericht aus Stichpunkten oder Gesprochenem entwerfen Bewohnerdokumentation zusammenfassen
Briefe an Angehörige, Ärztinnen und Ärzte Übergabe aus den Einträgen der letzten Schicht
Fragen zu Expertenstandards und Hausregeln Hinweise auf fehlende Einträge vor einer Prüfung
Übersetzen und in Einfache Sprache bringen Überleitungsbogen aus vorhandenen Daten vorbereiten

Für den Start ist die linke Spalte der kürzere Weg: Er braucht keinen Hersteller, keinen Konnektor und keine Abstimmung mit der Software. Mehr zum Schreiben mit KI in der Pflegedokumentation: KI in der Pflegedokumentation und SIS.

Welche Schnittstellen haben Pflegesoftware-Systeme?

Anders als im Krankenhaus mit ISiK gibt es für die Pflegedokumentation bisher keinen verbreiteten Standard, über den eine KI Einträge lesen kann. In der Praxis gibt es drei Wege:

  • Schnittstelle des Herstellers: Viele Hersteller haben eine eigene Schnittstelle, etwa für Abrechnung, Dienstplan oder mobile Erfassung. Ob sie für eine weitere Anwendung freigegeben wird, entscheidet der Hersteller, oft gegen Gebühr.
  • Export: Berichte oder Dokumente als Datei, die in die KI hochgeladen werden. Das ist Handarbeit, aber ohne Eingriff in die Software.
  • Gesetzliche Schnittstellen: Nach § 371 Abs. 2 SGB V müssen Systeme in zugelassenen Pflegeeinrichtungen offene und standardisierte Schnittstellen für die Archivierung, für die Übertragung beim Systemwechsel und für die Anbindung vergleichbarer Systeme enthalten. Die Festlegungen dazu entstehen nach § 373 Abs. 3 SGB V; verbindlich werden sie erst mit einer Verordnung und den dort genannten Fristen.

Dazu kommt die Telematikinfrastruktur: Nach § 341 Abs. 8 SGB V müssen sich ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen seit dem 1. Juli 2025 anschließen. Über KIM tauschen sie Dokumente mit Praxen, Kliniken und Kassen aus. Für die KI ist das ein Eingangskanal, keine Schnittstelle zur eigenen Dokumentation.

Was sollten Sie den Hersteller fragen?

  1. Gibt es eine Schnittstelle, über die eine andere Anwendung Einträge lesen kann? Welche Daten liefert sie?
  2. Kann jede Person nur sehen, was sie in der Pflegesoftware sehen darf, etwa nur ihren Wohnbereich?
  3. Ist Schreiben möglich, und lässt es sich abschalten?
  4. Was kostet die Freigabe, einmalig und laufend?
  5. Bleibt die Schnittstelle bei Updates stabil?

Worauf achten Datenschutz und Leitung?

Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt, und Pflegefachpersonen unterliegen der Schweigepflicht nach § 203 StGB. Mit dem Anbieter der KI brauchen Sie deshalb einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und eine Vereinbarung zur Verschwiegenheit. Legen Sie fest, dass KI-Entwürfe vor dem Speichern gelesen werden; die Verantwortung für die Dokumentation bleibt bei der Pflegefachperson. Ob § 393 SGB V für Ihre Einrichtung gilt, hängt von der Art Ihrer Leistungen ab: KI in der Pflege.

Wie geht das mit basebox?

basebox ist eine KI-Plattform, keine Pflegesoftware. Pflegeberichte aus Stichpunkten und Angehörigenkorrespondenz laufen ohne Einrichtung; Gesprochenes wandelt die Spracherkennung in Text. Bewohnerdokumentation strukturieren und zusammenfassen läuft erst nach Anbindung Ihrer Pflegedokumentation. Einen fertigen Konnektor für Pflegesoftware hat basebox nicht in seiner Bibliothek; den Zugang stellt der Hersteller bereit.

Liegt eine Schnittstelle vor, bauen wir den Konnektor zum Festpreis: einmalig 1.900 €, wenn der Hersteller einen Konnektor bereitstellt, 6.900 € für eine neue Anbindung mit dokumentierter Schnittstelle (3.450 €, wenn er in unsere Bibliothek darf). Die Konzeption ist kostenlos, Listenpreise netto. Konnektoren lesen standardmäßig nur, mit den Rechten der Person, die fragt, und jeder Aufruf steht im Protokoll. Die Entscheidung trifft immer die Pflegefachperson; basebox ist kein Medizinprodukt.

Pflegeheimen bietet basebox die Cloud an, ab 5 Personen, mit Rechenzentrum in Deutschland; AVV und Vereinbarung nach § 203 StGB stehen zum Herunterladen bereit. Was das kostet: Was kostet KI für ein Pflegeheim?

Häufige Fragen

Kann die KI Einträge in die Pflegedokumentation schreiben?

Nur wenn die Schnittstelle des Herstellers das erlaubt und Sie es freigeben. Sicherer ist der Weg über einen Entwurf: Die KI formuliert, die Pflegefachperson prüft und übernimmt ihn. Bei basebox lesen Konnektoren standardmäßig nur.

Hilft die Anbindung an die Telematikinfrastruktur der KI?

Nicht unmittelbar. Die TI mit KIM dient dem sicheren Austausch zwischen Einrichtungen, Praxen und Kassen. Eine KI kann eingehende Dokumente zusammenfassen, wenn sie im System der Einrichtung ankommen, aber sie ersetzt weder TI noch KIM.

Gibt es für die Anbindung einen Zuschuss?

Nach § 8 Abs. 8 SGB XI fördert die Pflegeversicherung digitale Anschaffungen von Pflegeeinrichtungen mit bis zu 40 % der Ausgaben, höchstens 12.000 € je Einrichtung. Ob Ihre Anbindung darunter fällt, klären Sie vor dem Antrag mit Ihrer Pflegekasse.

Quellen

  1. § 371 SGB V: offene und standardisierte Schnittstellen (Abs. 2 für die Pflege) ↗
  2. § 373 SGB V: Festlegungen für Schnittstellen in Krankenhaus und Pflege ↗
  3. § 341 SGB V: Anbindung an die Telematikinfrastruktur (Abs. 8 Pflegeeinrichtungen) ↗
  4. § 8 SGB XI: Förderung digitaler Anschaffungen (Abs. 8) ↗
  5. § 203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen ↗

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.

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