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TechnikStand René HerzerMit KI erstellt

MII, NUM, FDPG: Was sich ab 2027 an der Forschungsdaten-Infrastruktur der Unikliniken ändert

Das Bundesforschungsministerium fördert die Medizininformatik-Initiative (MII) bis einschließlich 2026. Die Datenintegrationszentren werden schon seit 2023 über das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) gefördert; Bund und Länder haben im Februar 2026 dessen dauerhafte Förderung beschlossen. Geplant ist, MII und NUM zu einer gemeinsamen Infrastruktur zusammenzuführen und die DIZ mit dem Forschungsdatenportal (FDPG) zu verzahnen. Wer was ab 2027 betreibt und finanziert, ist öffentlich noch nicht festgelegt (Stand 11.10.2026).

Wer ist wer: MII, NUM, DIZ und FDPG?

Name Was es ist Förderung (Stand 11.10.2026)
Medizininformatik-Initiative (MII) Programm des Bundesforschungsministeriums, um Routinedaten der Universitätskliniken für die Forschung nutzbar zu machen; legt unter anderem den Kerndatensatz fest bis einschließlich 2026, insgesamt über 480 Mio. Euro
Datenintegrationszentren (DIZ) Einrichtungen an den Unikliniken, die Daten zusammenführen, vereinheitlichen und pseudonymisiert bereitstellen seit 01.01.2023 über das NUM
Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) Forschungsnetz aller Universitätskliniken, 2020 in der Pandemie gegründet, koordiniert von der Charité dritte Förderperiode 01.07.2025 bis 30.06.2030; dauerhafte Förderung im Februar 2026 beschlossen
Forschungsdatenportal für Gesundheit (FDPG) zentrale Anlaufstelle für Anträge auf Daten und Bioproben der Universitätsmedizin, betrieben von der TMF seit 2022 in Betrieb, im Rahmen der MII entwickelt

Was ein DIZ im Einzelnen tut, erklärt Was ist ein Datenintegrationszentrum?.

Was steht für 2027 fest?

  • Die MII-Förderung endet. Das Ministerium fördert die MII laut MII bis einschließlich 2026. Eine Seite der MII zur Zusammenarbeit mit dem NUM nennt für die laufende Phase einmal 2023 bis 2026 und einmal 2023 bis 2027; maßgeblich ist der Förderbescheid, den die Standorte kennen.
  • Das NUM bleibt. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat am 19. Februar 2026 die dauerhafte Förderung des NUM beschlossen. Laut BMFTR wird der Bund alleiniger Gesellschafter einer neu zu gründenden NUM GmbH; die Länder finanzieren die Standorte der Universitätsmedizin im Rahmen ihrer Zuständigkeit.
  • Die DIZ hängen schon am NUM. Ihre Förderung ging zum 1. Januar 2023 von der MII auf das NUM über.
  • Die Richtung ist gesetzt. MII und NUM sollen zu einer gemeinsamen Forschungsinfrastruktur zusammenwachsen. Die MII will bis 2029 auch Versorgungsdaten außerhalb der Universitätsmedizin für die Forschung erschließen.

Was ist noch offen?

Öffentlich nicht festgelegt sind (Stand 11.10.2026):

  • wer das FDPG ab 2027 betreibt und finanziert,
  • wie Kerndatensatz, Arbeitsgruppen und Regeln der MII unter dem Dach des NUM weitergeführt werden,
  • wann die NUM GmbH gegründet wird und welche Aufgaben sie übernimmt,
  • ob die Nutzung des FDPG kostenfrei bleibt.

Laut Presseberichten vom MII-Symposium im März 2026 sollen die DIZ unter dem Dach des NUM mit dem FDPG verzahnt werden. Eine Primärquelle mit Zeitplan gibt es dazu noch nicht. Fragen Sie im Zweifel das DIZ Ihres Hauses oder die Geschäftsstelle des NUM.

Was kommt mit dem Europäischen Gesundheitsdatenraum?

Die Verordnung (EU) 2025/327 schafft den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS). Für die Nutzung von Gesundheitsdaten in der Forschung sieht sie Zugangsstellen in jedem Mitgliedstaat und Genehmigungen je Projekt vor; die Regeln dazu gelten im Wesentlichen ab dem 26. März 2029. Wie DIZ und FDPG in dieses System eingebunden werden, ist in Deutschland noch zu regeln. Davon zu unterscheiden ist das Forschungsdatenzentrum Gesundheit beim BfArM, das Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung bereitstellt (§ 303d SGB V).

Was heißt das für KI an der Uniklinik?

Für den Alltag ändert sich wenig. Die Trennung bleibt, unabhängig davon, wer die Infrastruktur fördert:

  • Versorgung: Die KI-Plattform arbeitet mit Dokumenten, Leitlinien, E-Mails und angebundenen Systemen, mit den Rechten der Person.
  • Forschung: Daten aus dem DIZ gibt es nur für genehmigte Projekte, über Antrag, Ethikkommission und Use-and-Access-Committee.

Eine KI-Plattform bekommt keinen automatischen Zugriff auf DIZ-Daten. Wer KI in der Forschung einsetzen will, klärt das mit dem DIZ, nicht mit dem Anbieter der Plattform.

Wie geht das mit basebox?

Für die Forschung bindet basebox nur Bestände an, die Ihr Haus dafür freigibt, etwa pseudonymisiert aus dem Datenintegrationszentrum. Der FHIR-Konnektor (FHIR R4) wird je Haus eingerichtet, im Datenintegrationszentrum nach dem Kerndatensatz der Medizininformatik-Initiative. Forschende arbeiten mit einem persönlichen Schlüssel über die OpenAI-kompatible Schnittstelle, aus Python und Jupyter; jeder Aufruf läuft mit den Rechten der Person und steht im Audit-Log. Mehr auf KI für Universitätskliniken.

Häufige Fragen

Werden die Datenintegrationszentren 2027 geschlossen?

Nein, dafür gibt es keinen Hinweis. Die DIZ werden seit dem 1. Januar 2023 über das NUM gefördert, dessen dritte Förderperiode bis Juni 2030 läuft und das Bund und Länder dauerhaft fördern wollen. Offen ist die künftige Form der Zusammenarbeit mit den Strukturen der MII.

Ist das FDPG dasselbe wie das Forschungsdatenzentrum Gesundheit?

Nein. Das FDPG der Medizininformatik-Initiative vermittelt Daten aus den Universitätskliniken. Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit beim BfArM stellt Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung für die Forschung bereit (§ 303d SGB V).

Ändert der Europäische Gesundheitsdatenraum etwas für die DIZ?

Langfristig ja. Die Verordnung (EU) 2025/327 regelt die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung über nationale Zugangsstellen; die Regeln dazu gelten im Wesentlichen ab dem 26. März 2029. Wie DIZ und FDPG dort eingebunden werden, ist noch festzulegen.

Muss ein Haus wegen der Änderungen seine KI-Plattform anpassen?

Nein. Die Änderungen betreffen Förderung und Organisation der Forschungsdaten. Für eine KI-Plattform im Alltag gilt weiter: Sie bekommt keinen automatischen Zugriff auf DIZ-Daten, sondern nur Bestände, die das Haus für ein Projekt freigibt.

Quellen

  1. Medizininformatik-Initiative: 10 Jahre MII, Symposium 24./25.03.2026 (Förderung bis einschließlich 2026, über 480 Mio. Euro) ↗
  2. Medizininformatik-Initiative: MII_NUM, Cooperation between MII and NUM ↗
  3. Universitätsmedizin Göttingen: NUM-DIZ, Überführung der DIZ in das NUM ab 01.01.2023 ↗
  4. Netzwerk Universitätsmedizin: Über das NUM (dritte Förderperiode seit 01.07.2025) ↗
  5. BMFTR: Dauerhafte Perspektive für Netzwerk Universitätsmedizin (19.02.2026) ↗
  6. NUM: Dauerhafte Förderung des Netzwerks Universitätsmedizin beschlossen (20.02.2026) ↗
  7. Medizininformatik-Initiative: FDPG, Datenportal für medizinische Forschung (27.08.2024) ↗
  8. Deutsches Ärzteblatt: Perspektivwechsel für die Medizininformatik-Initiative (24.03.2026, Presse) ↗
  9. § 303d SGB V: Forschungsdatenzentrum ↗
  10. Verordnung (EU) 2025/327 über den europäischen Gesundheitsdatenraum, EUR-Lex ↗

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.

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