basebox und Limina (früher Private AI): Schwärzen vor der KI oder KI in der eigenen Umgebung
Limina, früher Private AI, ist ein kanadischer Anbieter, der personenbezogene Daten in Texten erkennt, schwärzt oder ersetzt, auch vor dem Versand an Sprachmodelle; das ist eine andere Architekturentscheidung als basebox. basebox ist für Patienten-, Bürger- und Sozialdaten gebaut: Das KI-Modell betreibt basebox selbst, in unserer Cloud in Deutschland oder auf einem Server bei Ihnen, mit AVV und Vereinbarung nach § 203 StGB. Bei 200 Personen kostet basebox in der Cloud rund 240 € pro Person und Jahr.
Anbieter: Limina (früher Private AI) ↗KanadaAngaben recherchiert am
Was unterscheidet basebox und Limina auf einen Blick?
| Merkmal | basebox | Limina |
|---|---|---|
| Was es ist | KI-Plattform: Chat, Apps, Konnektoren, Rechte, Protokoll | Software zum Erkennen, Schwärzen und Ersetzen personenbezogener Daten; Sitz Toronto, Kanada |
| Gebaut für | Patienten-, Bürger- und Sozialdaten in Klinik und Verwaltung | Organisationen, die personenbezogene Daten in Texten wie Patientenakten, Gesprächsmitschriften und Chatverläufen schwärzen wollen, laut Anbieter |
| Wo das KI-Modell rechnet | Bei basebox: in unserer Cloud in Deutschland oder auf Ihrem Server | Beim Anbieter, den Ihre Anwendung aufruft, mit geschwärztem Text; Beispiele in der Dokumentation mit Modellen von OpenAI, Google und Cohere |
| Verträge für Berufs- und Sozialgeheimnis | AVV und Vereinbarung nach § 203 StGB zum Herunterladen | Nennt der Anbieter auf Anfrage |
| Betriebswege | Unsere Cloud in Deutschland oder Server bei Ihnen, im Rechenzentrum oder auf Hardware Ihrer Wahl | Container im eigenen Rechenzentrum oder in privater Cloud, Marktplätze von AWS, Azure und Snowflake, Cloud-Fassung |
| Preis bei 200 Personen | Cloud rund 240 € pro Person und Jahr, KI-Modell und Konnektoren der Bibliothek inklusive; Server über fünf Jahre rund 267 € | Kostenloser Einstieg bis 75 Aufrufe am Tag; Batch und Enterprise nennt der Anbieter auf Anfrage; dazu Kosten des Modellanbieters |
| Nachweise | ISO 27001 zertifiziert (basebox GmbH), BSI C5 Typ 1 für die Cloud in Arbeit | ISO 27001 laut Website |
| Ansatz | Plattform und KI-Modell in Ihrer Umgebung | Daten vor dem Versand schwärzen, Antwort wieder ergänzen |
| Wer sieht Klartext | Nur Ihre Umgebung | Der Container von Limina (bei Ihnen oder in der Cloud von Limina); das Modell sieht den geschwärzten Text |
Angaben zu Limina nach Website und Dokumentation des Anbieters, Stand 11.10.2026.
Was ist Limina?
Limina hieß bis vor Kurzem Private AI; die Regierung von Kanada führt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mai 2026 als „Private AI (o/a Limina)“ mit Sitz in Toronto. Gegründet wurde es von Fachleuten für Datenschutz und maschinelles Lernen der University of Toronto. Die Software erkennt mehr als 50 Arten personenbezogener Daten, Gesundheits- und Zahlungsdaten in 52 Sprachen, etwa in Patientenakten, Gesprächsmitschriften und Chatverläufen, und kann sie schwärzen, durch Pseudonyme oder erfundene Werte ersetzen oder verallgemeinern.
Für Sprachmodelle beschreibt die Dokumentation einen Ablauf: Die Anfrage wird geschwärzt, an das Sprachmodell geschickt, und die Antwort wird mit den gespeicherten Zuordnungen wieder ergänzt. Als Referenzen nennt die Website unter anderem Providence (USA) und Boehringer Ingelheim.
Wo laufen Plattform und KI-Modell?
Das ist der Kern des Unterschieds: Wohin gehen die Daten, und wer sieht Klartext?
Limina: Klartext sieht der Container von Limina. Läuft er im eigenen Rechenzentrum oder in der privaten Cloud, bleiben die Daten laut Anbieter in Ihrer Infrastruktur. In der Cloud-Fassung verarbeitet Limina die Daten selbst. Das KI-Modell läuft beim Anbieter, den Ihre Anwendung aufruft, und bekommt den geschwärzten Text.
basebox: Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung: auf einem Server in Ihrem Haus (auf Wunsch ohne Internetverbindung) oder in einer eigenen, getrennten Umgebung in unserer Cloud im Rechenzentrum München-Ost. basebox schickt Ihre Daten standardmäßig an kein KI-Modell eines anderen Anbieters. Ein externes Modell gibt es nur als eigene App mit externem Modell, wenn Sie sie ausdrücklich einrichten lassen.
Was das für Patientendaten, Berufs- und Sozialgeheimnis bedeutet, erklären die Ratgeber Art. 9 DSGVO und KI, § 203 StGB und KI und Steuer-, Sozial- und Meldegeheimnis bei KI.
Was kostet es?
Laut Preisseite (Stand 11.10.2026) gibt es einen kostenlosen Einstieg mit bis zu 75 Aufrufen am Tag. Für einmalige große Datenmengen (Batch) und für Enterprise mit fester Abnahmemenge nennt Limina Preise auf Anfrage. Dazu kommen die Kosten des Modellanbieters.
Bei basebox kostet die Cloud ab 5 Personen 490 € pro Person und Jahr und sinkt mit der Zahl der Personen, etwa auf 199 € bei 1.000 Personen (Listenpreise netto, 20 Mio. Tokens pro Person und Jahr). Der Server kostet mit Kauf, Lizenz und Servicevertrag über fünf Jahre umgerechnet bei 200 Personen rund 267 € pro Person und Jahr. Alle Werte rechnet der Preisrechner.
Was muss Ihre IT tun?
Limina: Die Software läuft laut Anbieter als Container im eigenen Rechenzentrum oder in der privaten Cloud, über die Marktplätze von AWS, Azure und Snowflake oder als Cloud-Fassung; Ihre Anwendung schickt die Anfragen darüber an das Sprachmodell. Den weiteren Aufwand für Ihre IT nennt der Anbieter auf Anfrage.
basebox: In der Cloud bindet Ihre IT die Anmeldung an Ihre Benutzerverwaltung an (LDAP, OIDC oder SAML, etwa Active Directory oder Microsoft Entra ID); Betrieb, Updates und Sicherung übernehmen wir. Beim Server stellen Sie Stellplatz, Strom und Netz; unser Hardware-Partner FAST LTA liefert in drei Wochen und baut an einem Tag ein. Die Inbetriebnahme in Ihrer IT und den laufenden Betrieb übernehmen wir auf Wunsch. Fachsysteme wie das KIS binden wir an, sobald der Hersteller den Zugang bereitstellt.
Was Limina mitbringt, was basebox nicht hat
- Schwärzen in großen Datenmengen: Limina bereitet auch Bestände auf, etwa für Forschung, Weitergabe oder das Training von Modellen. basebox ist dafür nicht gebaut.
- Viele Sprachen: 52 Sprachen mit regionalen Varianten.
- Mehrere Verfahren: Schwärzen, Pseudonyme, erfundene Werte oder Verallgemeinern.
- Kostenloser Einstieg: begrenzte Aufrufe ohne Vertrag.
Für wen passt was?
Limina passt zu Organisationen, die große Textbestände schwärzen oder Anwendungen mit Sprachmodellen anderer Anbieter bauen und dabei personenbezogene Daten herausnehmen wollen, etwa in Pharma, Versicherung oder Kundenservice. basebox passt zu Krankenhäusern, Kommunen und Behörden, deren Beschäftigte mit KI an Patienten-, Bürger- oder Sozialdaten im Freitext arbeiten sollen, ohne die Angaben vorher zu verfremden: in unserer Cloud in Deutschland oder auf einem Server bei Ihnen, mit Rechten aus der eigenen Benutzerverwaltung und Protokoll.
Häufige Fragen
Verlassen die Daten bei Limina das Haus?
Beim Selbstbetrieb läuft Limina als Container in Ihrem Rechenzentrum oder Ihrer privaten Cloud; laut Anbieter verlassen die Daten Ihre Infrastruktur dann nicht. Daneben gibt es eine Cloud-Fassung, in der Limina die Daten verarbeitet. Schickt eine Anwendung den geschwärzten Text danach an ein externes Sprachmodell, geht dieser Text an dessen Anbieter.
Leidet die Antwort, wenn Angaben geschwärzt sind?
Das kann passieren, wenn die ersetzten Angaben zum Verständnis nötig sind, etwa Alter und Diagnose in einer medizinischen Zusammenfassung. Prüfen Sie das an Ihren eigenen Texten.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Die Angaben über Limina (früher Private AI) stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Stand 11. Oktober 2026) und können sich geändert haben. Was öffentlich nicht bekannt ist, steht als offene Frage im Text. Korrekturen nehmen wir gern auf: support@basebox.ai. Keine Rechtsberatung, keine Haftung.