basebox und Privatemode im Vergleich: vertrauliche Inferenz oder KI in der eigenen Umgebung
Privatemode von Edgeless Systems aus Bochum ist vertrauliche Inferenz: Offene Modelle laufen in hardwaregeschützten Umgebungen auf CPU und GPU, Anfragen sind bis dorthin verschlüsselt, und laut Anbieter sieht weder Edgeless noch der Rechenzentrumsbetreiber Klartext. basebox ist keine Plattform derselben Art, sondern eine andere Architekturentscheidung: Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung, in unserer Cloud in München-Ost oder auf einem Server nur für Ihr Haus.
Anbieter: Privatemode (Edgeless Systems) ↗DeutschlandAngaben recherchiert am
Was unterscheidet basebox und Privatemode auf einen Blick?
| Merkmal | basebox | Privatemode |
|---|---|---|
| Was es ist | KI-Plattform: Chat, Apps, Rechte, Protokoll, Konnektoren | KI-Dienst mit vertraulicher Inferenz: Chat im Browser, Schnittstelle, Anbindung von Programmierwerkzeugen |
| Ansatz | Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung | Anfrage auf dem Rechner verschlüsseln, in geschützter Hardware beim Anbieter rechnen |
| Wohin gehen die Daten? | in Ihre Umgebung in unserer Cloud oder auf Ihren Server | verschlüsselt in die geschützte Umgebung von Privatemode, laut Anbieter in der EU |
| Wer sieht Klartext? | Ihre Umgebung; in der Cloud verarbeitet basebox als Auftragsverarbeiter | laut Anbieter nur die geschützte Umgebung, weder Edgeless noch der Rechenzentrumsbetreiber |
| KI-Modell | betreibt basebox selbst | offene Modelle mehrerer Anbieter, darunter OpenAI, Mistral AI und Z.ai |
| Preis | Listenpreise pro Person oder pro Server | kostenloser Einstieg; danach nach Tokens, ab 0,65 € pro 1 Mio. Ausgabe-Tokens |
| Sitz | Deutschland | Deutschland (Bochum) |
Angaben zu Privatemode nach der Website des Anbieters, Stand 11.10.2026.
Was ist Privatemode?
Privatemode ist ein Dienst der Edgeless Systems GmbH aus Bochum. Er nutzt Confidential Computing: Die Modelle laufen in Umgebungen, die AMD SEV-SNP, Intel TDX und Confidential Computing von NVIDIA absichern. Anfragen werden auf dem Rechner mit AES-256 verschlüsselt und erst in der geschützten Umgebung entschlüsselt. Vor dem Senden prüft der Client per Attestierung, dass dort der erwartete Code läuft; Builds sind laut Anbieter reproduzierbar und in Transparenzprotokollen nachvollziehbar. Privatemode nennt eine Zertifizierung nach ISO 27001, zwei unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie die Erfüllung der C5:2026-Kriterien für sehr starke Attestierung und richtet sich an Versicherungen, öffentliche Hand, Kanzleien und Gesundheitswesen.
Wo laufen Plattform und KI-Modell?
Privatemode: Das KI-Modell läuft bei Privatemode, laut Anbieter in der EU, in hardwaregeschützten Umgebungen. Die Anfrage verlässt die Organisation vollständig, aber verschlüsselt; im Klartext liegt sie laut Anbieter nur innerhalb der geschützten Umgebung vor. Personenangaben werden nicht ersetzt, deshalb leidet die Antwort nicht unter fehlendem Kontext. Wie bei jedem Confidential Computing verschiebt sich das Vertrauen zu Hardware, Firmware und Attestierung.
basebox: Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung. In der Cloud bekommt jede Organisation eine eigene virtuelle Umgebung mit eigener Benutzerverwaltung; das KI-Modell läuft auf unseren Servern im Rechenzentrum München-Ost. Beim Server steht die Hardware nur für Ihr Haus bereit, bei Ihnen (auf Wunsch ohne Internetverbindung) oder in unserem Rechenzentrum. Ein externes Modell gibt es nur als eigene App mit externem Modell, die Ihr Administrator freigibt.
Datenschutzrechtlich ersetzt die Verschlüsselung keine Rechtsgrundlage: Die Daten bleiben personenbezogen, der Anbieter verarbeitet sie in Ihrem Auftrag.
Was kostet es?
Privatemode (Stand 11.10.2026, netto): Free mit 5 Mio. Tokens zum Start und 1 Mio. Tokens im Monat; Pay-as-you-go nach Tokens, je nach Modell ab 0,65 € pro 1 Mio. Ausgabe-Tokens; Enterprise mit eigenen Service-Level-Vereinbarungen auf Anfrage.
basebox (Listenpreise netto): Cloud ab 490 € pro Person und Jahr bei 5 Personen, 240 € bei 200 und 203 € bei 1.000 Personen, mit 20 Mio. Tokens pro Person und Jahr. Server: einmal ab 109.643 € für den Server, dazu 21.569 € Lizenz und 9.868 € Servicevertrag im Jahr.
Was Privatemode mitbringt, was basebox nicht hat
- Vertrauliche Inferenz: Schutz der Anfrage auch gegen den Betreiber des Dienstes, mit Attestierung vor dem Senden.
- Abrechnung nach Verbrauch: kostenloser Einstieg, danach nach Tokens.
- Anbindung von Programmierwerkzeugen: laut Anbieter etwa für Claude Code, Zed, VS Code und Xcode.
- Schnittstelle für eigene Anwendungen: mit SDK für JavaScript.
Für wen passt was?
Privatemode passt zu Organisationen, die ohne eigene Hardware offene Modelle nutzen und den Betreiber technisch vom Klartext ausschließen wollen, etwa für Programmierhilfe oder Wissensarbeit. Bei geeigneten Anforderungen ist das eine sinnvolle Alternative zu öffentlichen Diensten. basebox passt zu Häusern, die eine fertige KI-Plattform mit Rechten aus der Benutzerverwaltung, Apps, Protokoll und Konnektoren wollen, in der Cloud in Deutschland oder auf einem Server im eigenen Haus, auf Wunsch ohne Internetverbindung.
Keine Rechtsberatung: Confidential Computing ist ein technischer Schutz. Rechtsgrundlage, Auftragsverarbeitung und gegebenenfalls eine Datenschutz-Folgenabschätzung bleiben zu prüfen.
Häufige Fragen
Ist Privatemode ein Anonymisierungs-Proxy?
Nein. Privatemode ersetzt keine Personenangaben, sondern schützt die ganze Anfrage durch Verschlüsselung und rechnet sie in geschützter Hardware. Der „Privatemode Proxy“ auf dem Rechner des Kunden verschlüsselt Anfragen und prüft die Attestierung; er leitet nicht an Modelle anderer Anbieter weiter.
Welche Organisationen nutzen Privatemode?
Die Website nennt Fallstudien, unter anderem von ID, Capgemini und eperi. ID nutzt Privatemode laut Fallstudie seit 1.7.2026 im ganzen Unternehmen, vor allem für interne Abläufe, Programmierhilfe und Wissensmanagement. Die Krankenhäuser, die Software von ID einsetzen, sind damit nicht Kunden von Privatemode.
Was bleibt bei Confidential Computing zu prüfen?
Das Vertrauen verschiebt sich zu Hardware, Firmware und Attestierung. Prüfen Sie, ob CPU und GPU geschützt sind, ob Schlüssel erst nach erfolgreicher Attestierung freigegeben werden und ob die konkrete Umsetzung unabhängig geprüft ist. Mehr im Ratgeber Confidential Computing bei KI.
Quellen
- Privatemode: Startseite (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Privatemode: Security and Encryption (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Privatemode: Preise (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Privatemode: Fallstudie ID GmbH & Co. KGaA (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Privatemode: Impressum, Edgeless Systems GmbH (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Privatemode: Dokumentation Attestierung ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Die Angaben über Privatemode (Edgeless Systems) stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Stand 11. Oktober 2026) und können sich geändert haben. Was öffentlich nicht bekannt ist, steht als offene Frage im Text. Korrekturen nehmen wir gern auf: support@basebox.ai. Keine Rechtsberatung, keine Haftung.