basebox und enclaive im Vergleich: KI in der eigenen Umgebung oder im verschlüsselten Speicher
enclaive aus Hofheim am Taunus bietet Confidential Computing: Anwendungen und KI-Modelle laufen in hardwaregeschütztem, verschlüsseltem Speicher; für externe Modelle ersetzt die Komponente PrivacyMode Personenangaben vorher durch Platzhalter. basebox ist keine Plattform derselben Art, sondern eine andere Architekturentscheidung: Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung, in unserer Cloud in München-Ost oder auf einem Server nur für Ihr Haus.
Anbieter: enclaive (Garnet mit PrivacyMode) ↗DeutschlandAngaben recherchiert am
Was unterscheidet basebox und enclaive auf einen Blick?
| Merkmal | basebox | enclaive |
|---|---|---|
| Was es ist | KI-Plattform: Chat, Apps, Rechte, Protokoll, Konnektoren | Plattform für Confidential Computing, dazu die KI-Plattform Garnet mit Pseudonymisierung (PrivacyMode) |
| Ansatz | Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung | Daten im verschlüsselten Speicher verarbeiten; vor externen Modellen Personenangaben durch Platzhalter ersetzen |
| Wohin gehen die Daten? | in Ihre Umgebung in unserer Cloud oder auf Ihren Server; nach außen nur über eine freigegebene App mit externem Modell | bei eigenen Modellen in die geschützte Umgebung; bei externen Modellen pseudonymisiert zum Modellanbieter |
| KI-Modell | betreibt basebox selbst | eigene oder selbst betriebene Modelle; extern zum Beispiel Modelle von Anthropic, Google, OpenAI oder Mistral AI |
| Betrieb | Cloud in Deutschland, Server bei Ihnen oder in unserem Rechenzentrum | bei europäischen Anbietern, großen Cloud-Anbietern oder im eigenen Rechenzentrum des Kunden |
| Preis | Listenpreise pro Person oder pro Server | kostenloser Einstieg für eine Anwendung; sonst nach geschützten Anwendungen, auf Anfrage |
| Sitz | Deutschland | Deutschland (Hofheim am Taunus) |
Angaben zu enclaive nach der Website des Anbieters, Stand 11.10.2026.
Was ist enclaive?
enclaive ist ein 2022 gegründetes Unternehmen aus Hofheim am Taunus. Es macht Confidential Computing nutzbar: Anwendungen, Datenbanken und Container laufen in Speicher, der auch während der Verarbeitung verschlüsselt ist, sodass der Betreiber der Infrastruktur laut Anbieter nicht hineinsehen kann. Schlüssel gibt der Dienst nur heraus, wenn die Umgebung per Attestierung nachweist, dass sie unverändert ist. Für KI nennt enclaive die Plattform Garnet: Pseudonymisierung (PrivacyMode), vertrauliche Suche in Dokumenten und versiegelte Laufzeitumgebungen für Modelle. enclaive nennt eine Zertifizierung nach ISO 27001.
Wo laufen Plattform und KI-Modell?
enclaive: Zwei Wege. Bei selbst betriebenen Modellen läuft die Berechnung laut Anbieter versiegelt in der geschützten Umgebung. Bei externen Modellen erkennt PrivacyMode Namen, Kennungen, Kontonummern oder Diagnoseschlüssel und ersetzt sie durch Platzhalter, bevor die Anfrage die Vertrauensgrenze verlässt. Die Zuordnungstabellen und Schlüssel bleiben beim Kunden; die Antwort wird erst dort wieder mit den echten Angaben versehen. Den übrigen Text sieht dann der externe Modellanbieter.
basebox: Plattform und KI-Modell laufen in Ihrer Umgebung. In der Cloud bekommt jede Organisation eine eigene virtuelle Umgebung mit eigener Benutzerverwaltung; das KI-Modell läuft auf unseren Servern im Rechenzentrum München-Ost. Beim Server steht die Hardware nur für Ihr Haus bereit, bei Ihnen (auf Wunsch ohne Internetverbindung) oder in unserem Rechenzentrum. Standardmäßig geht nichts an ein KI-Modell eines anderen Anbieters. Ein externes Modell gibt es nur als eigene App mit externem Modell, die Ihr Administrator für ausgewählte Gruppen freigibt.
Für Ihre Organisation bleiben pseudonymisierte Daten personenbezogen. Ob sie es auch für den externen Modellanbieter sind, hängt nach dem EuGH-Urteil C-413/23 P von den Mitteln ab, die ihm realistisch zur Verfügung stehen. Rechnet er als Auftragsverarbeiter in Ihrem Auftrag, gilt nach dem Entwurf der EDPB-Leitlinien 02/2026 Ihre Sicht: Die Daten sind dann auch für ihn personenbezogen. Anonym aus Sicht des Empfängers können sie nur bei einem unabhängigen Empfänger sein (siehe Ist pseudonymisierte KI-Nutzung DSGVO-konform?).
Was kostet es?
enclaive: Ein kostenloser Einstieg umfasst eine geschützte Anwendung im eigenen Cloud-Konto. Team und Enterprise werden laut Preisseite nach der Zahl der geschützten Anwendungen berechnet und auf Anfrage angeboten (Stand 11.10.2026). Einen Preis für Garnet nennt die Website nicht.
basebox (Listenpreise netto): Cloud ab 490 € pro Person und Jahr bei 5 Personen, 240 € bei 200 und 203 € bei 1.000 Personen, mit 20 Mio. Tokens pro Person und Jahr. Server: einmal ab 109.643 € für den Server, dazu 21.569 € Lizenz und 9.868 € Servicevertrag im Jahr; anmelden darf sich jeder im Haus.
Was enclaive mitbringt, was basebox nicht hat
- Verschlüsselung während der Verarbeitung: Confidential Computing mit Attestierung, auch für Datenbanken und Container außerhalb von KI.
- Pseudonymisierung vor externen Modellen: Platzhalter und Wiederherstellung beim Kunden; basebox pseudonymisiert nicht.
- Freie Wahl der Infrastruktur: Betrieb bei europäischen Anbietern, großen Cloud-Anbietern oder im eigenen Rechenzentrum.
- Schlüsselverwaltung: ein virtuelles Hardware-Sicherheitsmodul, bei dem der Kunde die Schlüssel hält.
Für wen passt was?
enclaive passt zu Organisationen, die Anwendungen bei einem Cloud-Anbieter betreiben und den Betreiber technisch vom Klartext ausschließen wollen, oder die externe Modelle mit vorgeschalteter Pseudonymisierung nutzen möchten. Confidential Computing verschiebt das Vertrauen zu Hardware, Firmware und Attestierung; prüfen Sie, welche Teile der Kette geschützt sind (siehe Confidential Computing bei KI). basebox passt zu Häusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine fertige KI-Plattform mit Rechten, Protokoll und Konnektoren wollen und deren Daten in der eigenen Umgebung bleiben sollen, ohne sie vorher unkenntlich zu machen.
Keine Rechtsberatung: Die rechtliche Bewertung von Pseudonymisierung und Confidential Computing hängt vom Einzelfall ab. Die EDPB-Leitlinien 02/2026 zur Anonymisierung sind bis 30.10.2026 in Konsultation.
Häufige Fragen
Welche Hardware nutzt enclaive?
Laut enclaive laufen Anwendungen auf aktuellen Prozessoren von AMD, Intel und Arm in verschlüsseltem Speicher; für KI gibt es vertrauliche Knoten mit Grafikprozessoren. Welche Prozessor- und GPU-Generationen ein konkretes Angebot nutzt, fragen Sie am besten beim Anbieter nach.
Muss man bei basebox Daten vorher anonymisieren?
Nein. Das KI-Modell in basebox läuft in Ihrer Umgebung, standardmäßig geht nichts an ein Modell eines anderen Anbieters. Deshalb muss vorher nichts unkenntlich gemacht werden. Nur wenn Sie eine App mit externem Modell freigeben, verlassen Inhalte dieser App Ihre Umgebung.
Macht Pseudonymisierung die Nutzung externer Modelle automatisch zulässig?
Nein. Nach dem EuGH-Urteil C-413/23 P kommt es darauf an, ob der konkrete Empfänger die Personen mit realistischen Mitteln erkennen kann. Das ist am Datenbestand zu prüfen. Mehr dazu im Ratgeber Ist pseudonymisierte KI-Nutzung DSGVO-konform?.
Quellen
- enclaive: Confidential AI (abgerufen 11.10.2026) ↗
- enclaive: Startseite und Produkte (abgerufen 11.10.2026) ↗
- enclaive: Gesundheitswesen (abgerufen 11.10.2026) ↗
- enclaive: Preise (abgerufen 11.10.2026) ↗
- enclaive: Über uns (abgerufen 11.10.2026) ↗
- EuGH, Urteil vom 4.9.2025, C-413/23 P (EDSB/SRB) ↗
- EDPB: Guidelines 02/2026 on Anonymisation, Konsultation bis 30.10.2026 ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Die Angaben über enclaive (Garnet mit PrivacyMode) stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Stand 11. Oktober 2026) und können sich geändert haben. Was öffentlich nicht bekannt ist, steht als offene Frage im Text. Korrekturen nehmen wir gern auf: support@basebox.ai. Keine Rechtsberatung, keine Haftung.