KI gegen Fachkräftemangel in der Verwaltung
KI ersetzt keine fehlenden Fachkräfte, aber sie verschafft den vorhandenen Zeit. Sie entwirft Schreiben, Protokolle und Vorlagen, findet die richtige Stelle in Satzungen und Vorschriften und hilft neuen Beschäftigten, sich schneller einzuarbeiten. Dem öffentlichen Dienst fehlten nach Schätzung des dbb Anfang 2025 rund 570.000 Beschäftigte. Damit KI entlastet, braucht es Aufgaben mit viel Text, geprüfte Dokumente als Grundlage, Schulung und einen beteiligten Personalrat.
Wie groß ist der Fachkräftemangel in der Verwaltung?
Nach dem Monitor öffentlicher Dienst 2025 des Deutschen Beamtenbunds (dbb) fehlten dem öffentlichen Dienst Anfang 2025 rund 570.000 Beschäftigte, etwa 20.000 mehr als im Jahr davor. Die Zahl ist eine Schätzung des Verbands. Hinzu kommen Abgänge in den Ruhestand: Das Statistische Bundesamt zählte allein für 2024 rund 55.900 neue Pensionärinnen und Pensionäre, die Tarifbeschäftigten nicht mitgerechnet. Für Kommunen bedeutet das: Aufgaben bleiben, Stellen bleiben unbesetzt, und mit jeder Person, die geht, geht auch Erfahrung.
Wo nimmt KI der Verwaltung Arbeit ab?
KI hilft dort, wo ein großer Teil der Arbeit aus Schreiben, Lesen und Nachschlagen besteht:
| Aufgabe | Was die KI übernimmt | Was beim Menschen bleibt |
|---|---|---|
| Bürgeranfragen | Antwort aus Merkblättern entwerfen | prüfen, ergänzen, verschicken |
| Protokolle und Vorlagen | Entwurf aus Stichpunkten oder Aufnahme | Inhalt verantworten |
| Vorschriften und Satzungen | Fundstelle suchen und zusammenfassen | rechtlich bewerten |
| Anträge | Vollständigkeit der Unterlagen prüfen | über den Antrag entscheiden |
| Leichte Sprache, Übersetzung | Entwurf liefern | Fachprüfung |
| Personal | Stellenausschreibung, Arbeitszeugnis nach Bewertung der Führungskraft | Auswahl und Bewertung |
Beispiele aus 18 Bereichen der Verwaltung: 15 KI-Anwendungsfälle für Stadt- und Gemeindeverwaltungen.
Kann KI Wissen sichern, wenn Erfahrene gehen?
Teilweise. Was aufgeschrieben ist, bleibt auffindbar: Dienstanweisungen, Satzungen, Musterschreiben, Vermerke. Werden diese Dokumente in einer KI hinterlegt, können neue Beschäftigte in eigenen Worten fragen und bekommen die Antwort mit Fundstelle. Was nur im Kopf erfahrener Kolleginnen und Kollegen steckt, kann die KI nicht übernehmen. Deshalb lohnt es sich, vor Abgängen Muster und Vermerke zu sammeln und aktuell zu halten.
Was kann KI nicht ersetzen?
- Entscheidungen: Über Anträge, Bescheide und Ermessen entscheiden Menschen. Vollautomatische Verwaltungsakte erlaubt § 35a VwVfG nur mit Rechtsgrundlage und ohne Ermessen. KI-Systeme, die über öffentliche Unterstützungsleistungen entscheiden, sind Hochrisiko-Systeme nach der KI-Verordnung.
- Beratung und Kontakt: Gespräche im Bürgerbüro, Hausbesuche, Konfliktlösung.
- Fachliche Prüfung: Jeder Entwurf wird gelesen, bevor er die Verwaltung verlässt.
Was müssen Kommunen vorher klären?
- Aufgaben auswählen: Mit Fällen starten, die viele Beschäftigte betreffen und ohne Anbindung laufen.
- Personalrat beteiligen: Eine KI-Plattform ist eine technische Einrichtung im Sinne des Personalvertretungsrechts. Muster-Vereinbarung und Ablauf →
- Schulen: Art. 4 der KI-Verordnung verlangt seit Februar 2025 KI-Kompetenz der Beschäftigten. KI-Kompetenz nach Art. 4 →
- Datenschutz klären: Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Ort der Verarbeitung, kein Training mit Bürgerdaten.
- Dokumente pflegen: Die KI ist nur so gut wie die Satzungen und Muster, die sie findet.
Wie geht das mit basebox?
basebox bringt fertige Apps für die Verwaltung mit, etwa „Bürgeranfrage beantworten“, „Vorschriften fragen“, „Sitzungsprotokoll“ und „Stellenanzeige“. Ihre Beschäftigten wählen die Aufgabe und bekommen das Ergebnis, ohne KI-Kenntnisse. Dienstanweisungen und Satzungen hinterlegen Sie einmal und geben sie für eine Gruppe frei; jede Antwort zeigt die zitierte Textstelle. Die Lizenz enthält alle Funktionen, die Schulungen von basebox decken die KI-Kompetenz nach EU AI Act mit ab, und für den Personalrat gibt es eine Muster-Dienstvereinbarung als unverbindlichen Entwurf. Protokolliert wird zur Sicherheit, nicht zur Leistungskontrolle. KI für Kommunen →
Häufige Fragen
Spart KI Stellen ein?
Das ist nicht der übliche Zweck. Wo Stellen unbesetzt bleiben, verteilt KI die vorhandene Zeit auf das Wesentliche: weniger Zeit für Entwürfe und Suche, mehr für Beratung und Entscheidung. Über Personalplanung entscheidet die Verwaltung, nicht die Technik.
Hilft KI bei der Einarbeitung neuer Beschäftigter?
Ja. Hinterlegte Dienstanweisungen, Satzungen und Handbücher lassen sich in eigenen Worten befragen; die Antwort zeigt die Fundstelle. Das ersetzt nicht die Einarbeitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen, verkürzt aber die Suche.
Muss der Personalrat zustimmen?
Eine KI-Plattform ist eine technische Einrichtung, die Verhalten erfassen kann. Nach dem Personalvertretungsrecht ist der Personalrat deshalb zu beteiligen; die Einzelheiten regelt das Landesrecht.
Quellen
- dbb: Monitor öffentlicher Dienst 2025 erschienen, der Personalmangel wächst (9. Januar 2025) ↗
- Statistisches Bundesamt: Pensionärinnen und Pensionäre im öffentlichen Dienst 2025 (Pressemitteilung, Dezember 2025) ↗
- Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Art. 4 und Anhang III, EUR-Lex ↗
- § 80 Abs. 1 Nr. 21 BPersVG: Mitbestimmung bei technischen Einrichtungen (gesetze-im-internet.de) ↗
- § 35a VwVfG: Vollständig automatisierter Erlass eines Verwaltungsaktes ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.