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AuswahlStand René HerzerMit KI erstellt

KI im KIS: Was ORBIS, CGM, NEXUS und iMedOne heute bieten und wo die Grenzen liegen

Die großen KIS-Hersteller bauen KI in ihre Systeme ein, vor allem für Dokumentation aus Sprache und Gespräch, Arztbriefe aus den Falldaten und Kodiervorschläge: Dedalus in ORBIS, CGM mit dem CGM Health Assistant, NEXUS mit NEXUS / KI, die Telekom für die Pflege in iMedOne. Diese KI arbeitet in den Masken und Daten des jeweiligen KIS. Dokumente, E-Mails, Verwaltung und andere Systeme deckt sie nicht ab; dafür braucht es eine KI für das ganze Haus.

Was bieten die KIS-Hersteller an KI?

Stand Oktober 2026, jeweils laut Hersteller. Die Liste zeigt, was die Hersteller öffentlich beschreiben; ob eine Funktion in Ihrem Haus verfügbar ist, hängt von Version, Lizenz und Vertrag ab.

KIS KI-Funktionen laut Hersteller Wo die KI läuft
ORBIS (Dedalus) ORBIS Speech Assistant mit Technik von Corti: Dokumentation aus dem klinischen Gespräch; Spracherkennung ORBIS Speech REC hosted; Sprachassistenz von voize in ORBIS; Risikovorhersage clinalytix Medical AI für Delir, Sepsis und akutes Nierenversagen, nach MDR zertifiziert (Stand 2024) Speech REC laut Pressemitteilung 2023 in einer deutschen Azure-Cloud; sonst öffentlich nicht bekannt
CGM CLINICAL, CGM MEDICO (CompuGroup Medical) CGM Health Assistant mit Voice2Docu (Diktat und Gespräch, nach Einwilligung, zu strukturierter Dokumentation), Voice2Letter (Epikrise aus den Patientendaten), Voice2Overview (Übersicht zum Patienten per Sprache); eisTIK-AI für Auswertungen im Controlling; KI-Anbindung im PACS JiveX öffentlich nicht bekannt
NEXUS / KIS (NEXUS AG) NEXUS / KI: Arztbrief mit gekennzeichneten KI-Abschnitten, Kodiervorschläge für DRG und PEPP, Mithören im Gespräch mit Übernahme in Formulare, AI-Assistant mit Zugriff auf Inhalte aus Thieme eRef öffentlich nicht bekannt
iMedOne (Deutsche Telekom) Pflegekräfte diktieren am Bett in ein iPad, die KI erstellt einen strukturierten Pflegebericht, die Pflegekraft prüft und speichert ihn im KIS; vorgestellt im April 2026 T Cloud Public in deutschen Rechenzentren, Verarbeitung im Arbeitsspeicher

Einzelvergleiche: Dedalus, CGM, NEXUS, iMedOne. Zu weiteren Herstellern: Meierhofer bringt KI über Partner in M-KIS (Vergleich mit Meierhofer), Avelios beschreibt sein KIS als KI-nativ (KIS-Wechsel nach SAP IS-H).

Was kann die KI im KIS gut?

  • Sie kennt den Fall. Diagnosen, Medikation, Befunde und Verlauf liegen im KIS; ein Arztbrief oder eine Patientenübersicht entsteht aus diesen Daten.
  • Sie arbeitet in den gewohnten Masken. Ärztinnen, Ärzte und Pflege bleiben in ihrem System; das Ergebnis landet dort, wo es gebraucht wird.
  • Sie kommt vom Vertragspartner. Wartung, Datenschutzvertrag und Support laufen über den Hersteller, mit dem das Haus ohnehin arbeitet.

Wo liegen die Grenzen?

  • Nur das KIS: Leitlinien, SOPs, Hygienepläne, Verträge, E-Mails, Unterlagen aus Einkauf, Personal und Qualitätsmanagement liegen außerhalb. Die KI im KIS erreicht sie nicht.
  • Nur die Berufsgruppen im KIS: Verwaltung, Einkauf, Personal, Technik und Geschäftsführung arbeiten meist nicht im KIS und haben dort keine KI.
  • Ein Hersteller, ein Weg: Welche Funktionen kommen, wann und zu welchem Preis, entscheidet der Hersteller. Vieles ist angekündigt; manches steht in Pressemitteilungen, ohne Startdatum.
  • Ort der Verarbeitung: Ein Teil der Funktionen läuft in einer Cloud, auch wenn das KIS im eigenen Rechenzentrum steht. Für die meisten Funktionen nennen die Hersteller öffentlich weder den Ort noch das KI-Modell.
  • Mehrere Häuser, mehrere KIS: In einem Verbund mit verschiedenen KIS gibt es entsprechend verschiedene KI-Funktionen, Verträge und Regeln.

Welche Fragen sollten Sie dem KIS-Hersteller stellen?

  1. Welche KI-Funktion ist heute in unserer Version verfügbar, welche angekündigt, und ab wann?
  2. Wo läuft das KI-Modell, bei wem, und in welchem Land? Wird mit unseren Daten trainiert?
  3. Was kostet die Funktion zusätzlich zur KIS-Lizenz?
  4. Ist die Funktion ein Medizinprodukt, mit welcher Zweckbestimmung und CE-Kennzeichnung?
  5. Stellt das KIS seine Daten über eine dokumentierte Schnittstelle, etwa FHIR nach ISiK, auch für andere Systeme bereit?

Die letzte Frage entscheidet, ob Sie später eine KI eines anderen Anbieters an das KIS anbinden können. Mehr dazu: Wie kommt eine KI an die Daten im KIS?

Wie geht das mit basebox?

basebox ersetzt nicht die KI Ihres KIS-Herstellers und arbeitet neben dem KIS. Die KI im KIS deckt das KIS ab, basebox das ganze Haus: Dokumente, Leitlinien, E-Mails und weitere Systeme, mit Rechten aus Ihrer Benutzerverwaltung und einem Protokoll. Für ORBIS gibt es in unserer Bibliothek den Konnektor OrbisF1: Er liest die Anleitungen und Hilfeseiten zu ORBIS, nicht die Patientendaten im KIS.

Das KIS selbst binden wir an, sobald der Hersteller den Zugang bereitstellt, etwa über die FHIR-Schnittstelle nach ISiK, abgestimmt mit Ihnen und dem Hersteller. Bis dahin laufen viele der 140 Anwendungsfälle für Krankenhäuser ohne KIS. Einordnung der Wege: Horizontale KI-Plattform oder KI im Fachsystem.

Häufige Fragen

Brauchen wir neben der KI im KIS noch eine weitere KI?

Für Aufgaben im KIS meist nicht. Für alles außerhalb, etwa Leitlinien, SOPs, Verträge, E-Mails, Einkauf, Personal und Qualitätsmanagement, deckt die KI im KIS nichts ab. Dafür kommt eine KI für das ganze Haus dazu.

Ist die KI im KIS ein Medizinprodukt?

Das hängt von der einzelnen Funktion ab. Dokumentation aus Sprache ist es meist nicht; Risikovorhersagen für einzelne Patienten können es sein. Dedalus nennt etwa clinalytix Medical AI als nach MDR zertifiziert. Fragen Sie je Funktion nach Zweckbestimmung und CE-Kennzeichnung.

Läuft die KI im KIS in unserem Rechenzentrum?

Nicht immer. Einige Funktionen laufen in einer Cloud, etwa die Pflege-Spracheingabe für iMedOne in der T Cloud Public der Telekom oder ORBIS Speech REC hosted laut Pressemitteilung von 2023 in einer deutschen Azure-Cloud. Für andere nennen die Hersteller den Ort nicht öffentlich.

Ersetzt basebox die KI unseres KIS-Herstellers?

Nein. basebox arbeitet neben dem KIS. Die KI im KIS deckt das KIS ab, basebox das ganze Haus: Dokumente, Leitlinien, E-Mails und weitere Systeme. Ist das KIS angebunden, nutzt basebox auch seine Daten.

Quellen

  1. Dedalus DACH: Startseite mit Meldung zu voize und ORBIS (abgerufen 11.10.2026) ↗
  2. Corti: Corti and Dedalus are expanding across Europe (21.04.2026) ↗
  3. Dedalus und Nuance: ORBIS Speech REC hosted, Pressemitteilung (April 2023, PDF) ↗
  4. Dedalus DIREKT 1/2024: KI in ORBIS, clinalytix (PDF) ↗
  5. CGM Deutschland: CGM HIS KI-Lösungen (abgerufen 11.10.2026) ↗
  6. NEXUS AG: NEXUS / KI (abgerufen 11.10.2026) ↗
  7. Deutsche Telekom: Mit KI erleichtert die Telekom Pflegekräften die Arbeit (23.03.2026) ↗
  8. Verordnung (EU) 2017/745 (Medizinprodukteverordnung), EUR-Lex ↗

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.

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