Warum zahlen, wenn es eine kostenlose staatliche KI-Lösung gibt?
Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, sollte die staatliche Lösung zuerst prüfen: F13 für Beschäftigte des Landes Baden-Württemberg, LLMoin in Hamburg und nachnutzenden Ländern, GovGPT für die österreichische Bundesverwaltung, Albert für den französischen Staat. Kostenlos sind sie meist nur für diesen Kreis. Andere Verwaltungen betreiben die Open-Source-Fassung selbst, mit Hardware, Modell und Personal, oder beziehen sie über einen IT-Dienstleister. Eine Lizenz lohnt sich, wo das nicht möglich oder teurer ist.
Welche staatlichen KI-Lösungen gibt es?
Mehrere Länder und Staaten haben eigene KI-Assistenten für ihre Beschäftigten gebaut. Sie sind ein wichtiger Beitrag: Sie zeigen, dass KI in der Verwaltung funktioniert, und machen Erfahrungen für andere nutzbar.
| Lösung | Träger | Wer sie nutzen darf | Was enthalten ist |
|---|---|---|---|
| F13 | Land Baden-Württemberg | Beschäftigte der Landesverwaltung und Lehrkräfte; als F13-OS jede Verwaltung im Selbstbetrieb | Chat, Zusammenfassen, Recherche in Verwaltungsdokumenten; im Land mit Open-Source-Modellen |
| LLMoin | Stadt Hamburg und Dataport | Hamburg und nachnutzende Länder (unter anderem Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz); Kommunen in Schleswig-Holstein über einen Rahmenvertrag | Zusammenfassen, Texte formulieren, Recherche in Dokumenten; laut Hamburg Modell von OpenAI auf Infrastruktur von Microsoft in Europa |
| GovGPT | Bundeskanzleramt und Bundesrechenzentrum, Österreich | Bundesbedienstete; über Länder und Gemeinden laufen laut Bundeskanzleramt Gespräche | Texte entwerfen, Dokumente zusammenfassen, Fragen aus Wissenssammlungen; Technologie von Mistral AI auf Servern des BRZ |
| Albert und L’Assistant | DINUM, Frankreich | Beschäftigte des französischen Staates | Chat mit Dokumenten und Wissensdatenbanken, Schnittstelle zu KI-Modellen; Open-Source-Modelle und Modelle von Mistral AI |
Stand 11.10.2026, nach Angaben der Träger und den verlinkten Vergleichen.
Was kostet die staatliche Lösung für andere?
Für den berechtigten Kreis entstehen meist keine Lizenzkosten für die einzelne Dienststelle; die Kosten trägt der Träger. Für alle anderen sieht es so aus:
- Nachnutzung über einen Dienstleister: LLMoin beziehen Länder und Kommunen über Dataport oder einen Landesbetrieb. Preise sind öffentlich nicht bekannt; Kommunen in Schleswig-Holstein erhalten laut Bericht vergünstigte Konditionen über den Shop des Landes.
- Open Source im Selbstbetrieb: F13-OS gibt es ohne Lizenzgebühr. Hardware oder Modellanbieter, Betrieb, Pflege, Support und Nachweise trägt der Betreiber.
- Kein Zugang: Für GovGPT und L’Assistant ist ein Angebot außerhalb der jeweiligen Verwaltung Stand Oktober 2026 öffentlich nicht bekannt.
Was muss ein Haus selbst leisten, wenn es eine Open-Source-Lösung betreibt?
| Aufgabe | Was dazugehört |
|---|---|
| Hardware oder Modellanbieter | Server mit Grafikprozessoren im Haus oder ein Vertrag mit einem Modellanbieter |
| Betrieb | Installation, Updates, Sicherungen, Überwachung, Störungen |
| Anmeldung und Rechte | Anbindung an die Benutzerverwaltung, Gruppen und Rollen |
| Anbindung der Systeme | Zugriff auf Dokumentenmanagement, Ratsinformation, Fachverfahren mit den Rechten der Person |
| Nachweise | Datenschutz-Folgenabschätzung, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Sicherheitskonzept, Protokoll |
| Schulung und Begleitung | KI-Kompetenz nach Art. 4 der KI-Verordnung, Ansprechpartner bei Fragen |
Wie sich das rechnet, zeigt der Ratgeber Selbst betreiben oder Plattform kaufen?
Wann lohnt sich eine Lizenz trotzdem?
- Wenn Ihr Haus nicht zum berechtigten Kreis gehört und kein Dienstleister die Lösung anbietet.
- Wenn Bürger- und Sozialdaten hinein sollen und Ihr Datenschutzbeauftragter klären muss, wo das KI-Modell rechnet und welchem Recht der Anbieter unterliegt.
- Wenn Systeme des eigenen Hauses angebunden werden sollen, mit den Rechten jeder Person.
- Wenn wiederkehrende Aufgaben als Apps laufen sollen, die man im Haus teilt.
- Wenn Personal für den Selbstbetrieb fehlt.
Was bietet basebox an dieser Stelle?
basebox ist eine fertige KI-Plattform mit Lizenz, Support und Updates. Rechte kommen aus Ihrer Benutzerverwaltung, jede Nutzung wird protokolliert, und wer eine App teilt, teilt nie Daten. AVV und Vereinbarung nach § 203 StGB gehören zum Vertrag; die Vereinbarung gilt auch für Amtsträger. Auf Wunsch einer Behörde verpflichtet basebox seine Beschäftigten förmlich nach dem Verpflichtungsgesetz.
basebox läuft in unserer Cloud in Deutschland, mit dem KI-Modell auf unseren Servern im Rechenzentrum München-Ost, oder auf einem Server bei Ihnen, auf Wunsch ohne Internetverbindung. Vorhandene Hardware mit Grafikprozessoren lässt sich weiter nutzen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Cloud und Server, in Frankreich nur den Server, den die IT des Hauses selbst betreibt; Oberfläche und Support gibt es auf Deutsch und Englisch.
Die Cloud startet ab 5 Personen mit 490 € pro Person und Jahr; Sie zahlen nur für die Personen, die die KI nutzen. Listenpreise netto; jede andere Zahl rechnet der Rechner.
Was bringen die staatlichen Lösungen mit, was basebox nicht hat?
- Kein Beschaffungsaufwand für Beschäftigte im berechtigten Kreis.
- Betrieb durch die öffentliche Hand selbst oder ihren IT-Dienstleister.
- Offener Quellcode bei F13-OS und bei der Schnittstelle von Albert (OpenGateLLM).
- Gemeinschaft aus der Verwaltung, die die Lösung weiterentwickelt.
- Französische Oberfläche bei L’Assistant; basebox gibt es auf Deutsch und Englisch.
Für wen passt was?
- Die staatliche Lösung passt zu allen, die zum berechtigten Kreis gehören und deren Aufgaben sie abdeckt.
- Die Open-Source-Fassung passt zu Verwaltungen mit Personal, Hardware und Zeit für den eigenen Betrieb.
- basebox passt zu Verwaltungen, die keinen Zugang zur staatlichen Lösung haben oder mehr brauchen: Rechte, Apps, Anbindung eigener Systeme und das KI-Modell in Deutschland oder im eigenen Haus. Mehr auf basebox für Kommunen.
Häufige Fragen
Darf eine Kommune F13 nutzen?
Den Dienst des Landes nutzen Beschäftigte der Landesverwaltung und Lehrkräfte in Baden-Württemberg. Als Open-Source-Software F13-OS können laut Landesregierung auch Bund, Länder und Kommunen F13 einsetzen; Betrieb, Hardware und KI-Modell stellt die Kommune dann selbst oder über einen Dienstleister.
Ist Open-Source-Software kostenlos?
Die Lizenz ja, der Betrieb nicht. Hardware mit Grafikprozessoren oder ein Modellanbieter, Betrieb, Updates, Sicherheitsprüfung, Anbindung der Fachsysteme, Datenschutzunterlagen und Support kosten Geld und Personal.
Können staatliche Lösung und basebox nebeneinander laufen?
Ja. Häufig nutzen Beschäftigte die staatliche Lösung für allgemeine Texte und Recherche, und eine Plattform mit Rechten, Apps und Konnektoren kommt für Aufgaben mit Bürger- und Sozialdaten oder für Systeme des eigenen Hauses dazu.
Quellen
- Landesregierung Baden-Württemberg: KI-Assistenz F13 wird zur Open-Source-Software (23.07.2025) ↗
- Landesregierung Baden-Württemberg: F13 wird Teil der Digitalen Bildungsplattform (19.02.2025) ↗
- F13-OS: Projektseite (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Dataport: Hamburg startet mit KI-Assistent LLMoin in den Regelbetrieb (9.12.2024) ↗
- Senatskanzlei Hamburg: LLMoin als bundesweit nutzbares Erfolgsmodell (15.12.2025) ↗
- Stadt Hamburg: LLMoin, Was passiert mit meinen Daten? (abgerufen 11.10.2026) ↗
- eGovernment: LLMoin für alle Kommunen in Schleswig-Holstein verfügbar (2026) ↗
- Bundeskanzleramt Österreich: Public AI launcht GovGPT für die Bundesverwaltung (Juli 2026) ↗
- Trending Topics: BRZ setzt für Public AI auf Mistral AI (26.3.2026) ↗
- DINUM: IA générative dans l'administration (abgerufen 11.10.2026) ↗
- DINUM: L'Assistant (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Académie de Bordeaux: L'Assistant für alle Beschäftigten des Staates (19.06.2026) ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.