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Souveräne KI für Kommunen im Vergleich

Souverän ist KI für eine Kommune, wenn sie bestimmen kann, wo Daten und KI-Modell verarbeitet werden, den Anbieter wechseln kann und Einfluss auf Vertrag und Sicherheit behält. Die Angebote unterscheiden sich vor allem darin, wo das Modell läuft, welchem Recht der Anbieter unterliegt und wer sie beziehen darf: Lösungen von Land und Bund, kommunale IT-Dienstleister, Plattformen mit Modellen anderer Anbieter, Selbstbetrieb mit Open Source und Plattformen wie basebox, die das Modell selbst betreiben.

Was heißt „souverän“ bei KI für Kommunen?

Eine gesetzliche Definition gibt es nicht. Die Bundesregierung verweist auf den Beschluss des IT-Planungsrats zur digitalen Souveränität: Gemeint ist die Fähigkeit, die eigene Rolle in der digitalen Welt selbstständig, selbstbestimmt und sicher auszuüben. Drei Ziele gehören dazu: Wechselfähigkeit, Gestaltungsfähigkeit und Einfluss auf IT-Anbieter. Ob eine Cloud diese Ziele erfüllt, prüft der Bund nach eigener Auskunft im Einzelfall (Antwort der Bundesregierung, März 2025).

Für eine Kommune lässt sich das in vier Fragen übersetzen:

  • Ort: Wo werden Daten gespeichert und wo rechnet das KI-Modell?
  • Recht: Welchem Recht unterliegt der Anbieter, und gilt der US Cloud Act?
  • Wechsel: Kommen Daten, Einstellungen und Anwendungen bei Vertragsende wieder heraus?
  • Betrieb: Wer betreibt Plattform und Modell, und geht das auch im eigenen Haus?

Welche Arten von Angeboten gibt es?

Art Beispiele Wo das KI-Modell läuft Wer es beziehen kann
Lösung von Land oder Bund F13 (Baden-Württemberg), LLMoin (Hamburg, Dataport), GovGPT (Bund in Österreich) F13: im Land mit Open-Source-Modellen; LLMoin: laut Hamburg Modell von OpenAI auf Infrastruktur von Microsoft in Europa; GovGPT: Bundesrechenzentrum mit Technologie von Mistral AI Beschäftigte des jeweiligen Trägers und nachnutzende Verwaltungen
Kommunaler IT-Dienstleister KAI der AKDB, Komm.ONE, IT-Kommunal (Österreich) KAI: laut AKDB auf Infrastruktur in Deutschland; Komm.ONE: Angebot von neuraflow in der STACKIT-Cloud Mitgliedskommunen, teils über Rahmenvertrag
Plattform mit Modellen mehrerer Anbieter Langdock, DeutschlandGPT, Kommunen-Chat Bei den Modellanbietern, etwa OpenAI, Anthropic, Google oder Mistral AI Jede Organisation mit Vertrag
Selbstbetrieb mit Open Source Open WebUI, LibreChat, F13-OS Wo die Kommune oder ihr Dienstleister es betreibt Jede Organisation mit eigenem Betrieb
Plattform mit eigenem Modellbetrieb basebox Cloud: auf unseren Servern im Rechenzentrum München-Ost; Server: bei Ihnen Jede Organisation mit Lizenz

Angaben zu anderen Anbietern nach deren Websites und den verlinkten Vergleichen, Stand 11.10.2026.

Woran erkennen Sie Souveränität in einem Angebot?

  • Ort des Modells, nicht nur des Speichers: Viele Angebote speichern in Deutschland, schicken die Anfrage aber an das Modell eines anderen Anbieters. Fragen Sie, wo jede Anfrage verarbeitet wird.
  • Recht des Anbieters: Der US Cloud Act verpflichtet Anbieter unter US-Recht, Daten auf behördliche Anordnung herauszugeben, auch wenn sie in Europa liegen. Das betrifft auch Modelle von US-Anbietern, die über eine deutsche Plattform genutzt werden. Mehr im Ratgeber US Cloud Act.
  • Wechsel: Lassen sich Wissensbestände, Einstellungen und Anwendungen exportieren? Was geschieht mit der Plattform, wenn es den Anbieter nicht mehr gibt?
  • Betrieb im eigenen Haus: Geht ein Betrieb im Rechenzentrum der Kommune oder des IT-Dienstleisters, auf Wunsch ohne Internetverbindung?
  • Kontrolle: Kommen Rechte aus Ihrer Benutzerverwaltung, und wird jede Nutzung einer Person zugeordnet und protokolliert?
  • Bezug: Gibt es einen Rahmenvertrag oder ist eine eigene Vergabe nötig?

Die vollständige Liste steht in der Checkliste für KI-Anbieter.

Wie ordnet sich basebox ein?

  • Ort: In der Cloud bekommt jede Organisation eine eigene Umgebung in unserem Rechenzentrum in Deutschland; das KI-Modell läuft auf unseren Servern im Rechenzentrum München-Ost. Alternativ läuft basebox auf einem Server nur für Sie, bei Ihnen und auf Wunsch ohne Internetverbindung.
  • Modell: Standardmäßig gehen Ihre Daten an kein KI-Modell eines anderen Anbieters. Ein externes Modell gibt es nur als eigene App, wenn Sie sie ausdrücklich einrichten lassen (App mit externem Modell).
  • Recht: basebox ist ein deutsches Unternehmen; mit dem KI-Modell in basebox gilt der US Cloud Act nicht.
  • Wechsel: Nach Vertragsende exportieren Sie in der Cloud 30 Tage lang Ihre Apps mit ihren Anweisungen, Wissensdatenbanken und Einstellungen. basebox ist nicht Open Source; wird basebox insolvent, wird der Code als Open Source veröffentlicht, damit Kunden weiterarbeiten können.
  • Kontrolle: Rechte kommen aus Ihrer Benutzerverwaltung, jede Nutzung wird protokolliert. Wer eine App teilt, teilt nie Daten.
  • Anbindung: Exchange, SharePoint, Nextcloud und Netzlaufwerke sind verfügbar. Konnektoren für Ratsinformation, Dokumentenmanagement und Finanzen sind in Arbeit („In Kürze“ auf Konnektoren).
  • Preis: Die Cloud startet ab 5 Personen mit 490 € pro Person und Jahr, Listenpreis netto; jede andere Zahl rechnet der Rechner.

Was bringen andere Angebote mit, was basebox nicht hat?

  • Offener Quellcode: F13-OS, Open WebUI und LibreChat lassen sich prüfen und anpassen. basebox ist nicht Open Source.
  • Bezug ohne eigene Vergabe: Komm.ONE in Baden-Württemberg und LLMoin für Kommunen in Schleswig-Holstein laufen über Rahmenverträge.
  • Betrieb durch die öffentliche Hand: Land, Bund oder ein öffentlicher IT-Dienstleister betreiben die Lösung selbst.
  • Auswahl vieler Modelle in einer Oberfläche, etwa bei Langdock.
  • Angebote für Bürgerinnen und Bürger: etwa Chatbots auf der Website der Kommune. basebox richtet sich an Beschäftigte.

Für wen passt was?

  • Landes- und Bundeslösungen passen, wenn Ihre Verwaltung zum Kreis der Berechtigten gehört.
  • Kommunale IT-Dienstleister passen, wenn Sie Ihre IT ohnehin dort haben und deren Angebot Ihre Aufgaben abdeckt.
  • Plattformen mit Modellen mehrerer Anbieter passen, wenn Ihre Daten zu Modellanbietern dürfen und Sie viele Modelle nutzen wollen.
  • Selbstbetrieb passt, wenn Sie Personal, Hardware und Zeit für Betrieb, Updates und Nachweise haben.
  • basebox passt, wenn Bürger- und Sozialdaten in Deutschland oder im eigenen Haus bleiben sollen und Sie eine fertige Plattform mit Rechten, Apps und Protokoll suchen. Mehr auf basebox für Kommunen.

Häufige Fragen

Ist ein KI-Angebot mit Rechenzentrum in der EU automatisch souverän?

Nein. Der Standort ist ein Kriterium. Dazu kommen das Recht, dem der Anbieter unterliegt (bei US-Anbietern der US Cloud Act), wer das KI-Modell betreibt, ob Sie Ihre Daten bei Vertragsende mitnehmen können und ob ein Betrieb im eigenen Haus möglich ist.

Gibt es eine verbindliche Definition für souveräne KI?

Nein. Die Bundesregierung verweist auf den Beschluss des IT-Planungsrats zur digitalen Souveränität mit den Zielen Wechselfähigkeit, Gestaltungsfähigkeit und Einfluss auf IT-Anbieter. Ob eine Cloud diese Ziele erfüllt, prüft der Bund im Einzelfall; eine Liste zugelassener Angebote gibt es nicht.

Muss eine Kommune KI ausschreiben?

Das hängt vom Auftragswert, vom Landesrecht und vom Bezugsweg ab. Manche kommunale IT-Dienstleister bieten Rahmenverträge an, über die Mitgliedskommunen ohne eigene Vergabe bestellen. Eine produktneutrale Vorlage für eine eigene Ausschreibung bietet der Ausschreibungsgenerator.

Können wir basebox über unseren kommunalen IT-Dienstleister beziehen?

Ja, wenn der Dienstleister das anbietet. basebox läuft auch im Rechenzentrum eines IT-Dienstleisters; als Betrieb für Dritte bekommt jeder Kunde eine eigene, getrennte Umgebung mit eigener Benutzerverwaltung.

Quellen

  1. Deutscher Bundestag, hib 130/2025: Regierungsdefinition des Begriffs „souveräne Cloud“ (28.03.2025), Antwort der Bundesregierung, Drucksache 20/15138 ↗
  2. Landesregierung Baden-Württemberg: KI-Assistenz F13 wird zur Open-Source-Software (23.07.2025) ↗
  3. Senatskanzlei Hamburg: LLMoin als bundesweit nutzbares Erfolgsmodell (15.12.2025) ↗
  4. Stadt Hamburg: LLMoin, Was passiert mit meinen Daten? (abgerufen 11.10.2026) ↗
  5. AKDB: KAI – Kommunale AI (abgerufen 11.10.2026) ↗
  6. Komm.ONE: Zugang zu einem sicheren KI-Ökosystem (18.06.2026) ↗
  7. Bundeskanzleramt Österreich: Public AI launcht GovGPT für die Bundesverwaltung (Juli 2026) ↗
  8. Langdock: Enterprise, Betriebsmodelle (abgerufen 11.10.2026) ↗
  9. DeutschlandGPT: Trust Center (abgerufen 11.10.2026) ↗
  10. GO-ITC: Kommunen-Chat (abgerufen 11.10.2026) ↗
  11. Open WebUI: Lizenz (Dokumentation) ↗
  12. US CLOUD Act, 18 U.S.C. § 2713 (Cornell LII) ↗

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.

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