KI in der Pflege im Krankenhaus: Übergabe, Überleitung, Ausbildung
In der Pflege im Krankenhaus hilft KI beim Schreiben und Zusammenfassen: Übergabe zum Schichtwechsel, Pflegeüberleitungsbericht, Wundverlauf, Medikamentenanamnese, Auskunft zu Expertenstandards und Unterricht in der Pflegeschule. Fälle mit Patientendaten aus der Pflegedokumentation oder dem KIS laufen erst, wenn diese Systeme angebunden sind. Die KI liefert Entwürfe; Pflegeprozess und Dokumentation verantworten die Pflegefachpersonen, die Erhebung des Pflegebedarfs ist ihnen vorbehalten.
Wo schreibt die Pflege im Krankenhaus am meisten?
Pflegefachpersonen dokumentieren in jeder Schicht: Übergaben, Pflegeberichte, Wundverläufe, Überleitungen bei Entlassung oder Verlegung. Dazu kommen Fragen zu Hausstandards und Expertenstandards und die Ausbildung des Nachwuchses. Sprachmodelle helfen dort, wo aus Notizen ein lesbarer Text werden soll oder eine Antwort in einem langen Dokument steht.
Welche Anwendungsfälle gibt es?
Aus der Liste von basebox mit 140 Anwendungsfällen für Kliniken betreffen diese die Pflege im Krankenhaus:
| Anwendungsfall | Ab wann |
|---|---|
| Medikamentenanamnese aus Patientenangaben strukturieren | ab dem ersten Tag startklar |
| Patienteninformationen in Leichte Sprache oder Herkunftssprachen übertragen | ab dem ersten Tag startklar |
| Auskunft zu Leitlinien und Fachliteratur | nach kurzer Einrichtung |
| Übergabe-Zusammenfassung zum Schichtwechsel | nach Anbindung von KIS und Pflegedokumentation |
| Pflegeüberleitungsbericht aus der Pflegedokumentation entwerfen | nach Anbindung der Pflegedokumentation |
| Wundverlauf zusammenfassen | nach Anbindung der Pflegedokumentation |
| Erinnerungen an fällige Dokumentationseinträge | eigenes Projekt |
Für die Pflegeschule kommen fünf Fälle dazu, alle sofort oder nach kurzer Einrichtung: Fallbeispiele für den Unterricht, Lehrplan aus Lernzielen, Beurteilungen formulieren nach der Bewertung der Praxisanleitung (die Bewertung trifft die Praxisanleitung), Prüfungsfragen aus dem Curriculum und Auskunft zu Pflegeberufegesetz und Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
Was geht ohne Anbindung, was braucht die Pflegedokumentation?
Die Übergabe zum Schichtwechsel ist der Fall, den Pflegeteams am häufigsten nennen. Für eine Zusammenfassung aus der Akte muss die KI die Akte lesen können. Den Zugang zu KIS und Pflegedokumentation stellt der Hersteller bereit, etwa über die FHIR-Schnittstelle nach ISiK oder eine Schnittstelle, die das Haus schon nutzt. Bis dahin geht ein anderer Weg: Die Pflegekraft spricht oder tippt Stichpunkte, die KI macht daraus einen strukturierten Text, die Pflegekraft übernimmt ihn in die Dokumentation.
Fragen Sie jeden Anbieter, ob seine KI heute schon an Ihr KIS und Ihre Pflegedokumentation angebunden ist oder ob das ein eigenes Projekt mit dem Hersteller wird.
Was bleibt Aufgabe der Pflegefachperson?
- Vorbehaltene Tätigkeiten: Die Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, die Organisation und Steuerung des Pflegeprozesses sowie die Evaluation der Pflege sind Pflegefachpersonen vorbehalten (§ 4 Pflegeberufegesetz). Eine KI kann Material vorbereiten, die Einschätzung trifft die Fachperson.
- Dokumentation: Behandelnde müssen wesentliche Maßnahmen und Ergebnisse in der Patientenakte dokumentieren (§ 630f BGB). Ein KI-Entwurf wird erst nach Prüfung Teil der Akte. Haftung bei KI in der Pflegedokumentation →
- Expertenstandards: Die Expertenstandards des DNQP, etwa zu Dekubitus, Sturz oder Schmerz, beschreiben den Stand des Wissens. Eine KI kann sie durchsuchbar machen; ob sie für eine Patientin gelten, entscheidet die Fachperson.
- Medizinprodukt: Schlägt eine Software zu einzelnen Patienten Diagnosen oder Therapien vor, kann sie ein Medizinprodukt sein (MDR). Eine Plattform für Berichte und Auskunft ist es nicht. Ist KI ein Medizinprodukt? →
Wie gelingt der Start auf Station?
- Mit Fällen ohne Akte beginnen: Pflegebericht aus Stichpunkten, Fragen zu Hausstandards, Übersetzung für Angehörige.
- Eine Station, ein Team, vier Wochen: messen, wie viel Schreibzeit wegfällt, und festhalten, wo Entwürfe nachgearbeitet werden müssen.
- Regeln für die Prüfung festlegen: Wer zeichnet einen Entwurf ab, was darf nicht ungeprüft in die Akte?
- Pflegedirektion, Datenschutz und Betriebs- oder Personalrat früh einbinden. Muster-Vereinbarung und Ablauf →
- Danach anbinden: Pflegedokumentation und KIS, abgestimmt mit dem Hersteller.
Wie geht das mit basebox?
basebox bringt fertige Apps für die Pflege mit, etwa „Pflegeübergabe“ und „Stellenanzeige Pflege“; eigene Apps baut Ihr Team ohne Programmieren. Spracherkennung wandelt Gesprochenes in Text. Bei Aufgaben mit Patientendaten liefert basebox Entwürfe und Zusammenfassungen mit Quelle, keine Diagnose und keinen Therapievorschlag; jedes Ergebnis prüft die Ärztin, der Arzt oder die Pflegefachperson. basebox ist kein Medizinprodukt.
Jede Person sieht nur, was sie sehen darf; Rechte und Gruppen kommen aus Ihrer Benutzerverwaltung. basebox läuft auf einem Server in Ihrem Haus oder in unserer Cloud in Deutschland, Ihre Daten trainieren kein Modell. Pflegedokumentation und KIS binden wir an, sobald der Hersteller den Zugang bereitstellt, abgestimmt mit Ihnen und dem Hersteller. Gebuchte Schulungen decken die KI-Kompetenz nach Art. 4 der KI-Verordnung mit ab. KI für Krankenhäuser →
Häufige Fragen
Darf eine KI den Pflegebericht schreiben?
Sie darf einen Entwurf aus Stichpunkten oder Diktat schreiben. Die Pflegefachperson prüft, ändert und zeichnet ihn ab. Für Inhalt und Richtigkeit der Dokumentation bleibt sie verantwortlich.
Was können Pflegekräfte ohne Anbindung der Pflegedokumentation mit KI tun?
Alles, was mit Text arbeitet, den die Person selbst eingibt oder hochlädt: Berichte aus Stichpunkten, Fragen zu Expertenstandards und Hausstandards, Übersetzungen für Patientinnen und Angehörige, Unterrichtsmaterial. Zusammenfassungen aus der Akte brauchen die Anbindung.
Gilt die Schweigepflicht auch für die Pflege?
§ 203 StGB erfasst Angehörige von Heilberufen mit staatlich geregelter Ausbildung; dazu zählen nach verbreiteter Auffassung auch Pflegefachpersonen. Dienstleister, die an der Arbeit mitwirken, müssen deshalb zur Verschwiegenheit verpflichtet werden.
Quellen
- § 4 Pflegeberufegesetz: Vorbehaltene Tätigkeiten ↗
- § 630f BGB: Dokumentation der Behandlung ↗
- § 203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen ↗
- § 39 SGB V: Krankenhausbehandlung und Entlassmanagement ↗
- DNQP: Expertenstandards und Auditinstrumente ↗
- Verordnung (EU) 2017/745 (Medizinprodukteverordnung), EUR-Lex ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Keine Rechtsberatung, keine Haftung. Stand der Recherche: 11. Oktober 2026.