basebox und Recare im Vergleich: KI rund um Entlassung und Überleitung
Recare aus Berlin ist eine Fachplattform für das Entlassmanagement: Kliniken schicken Anfragen an Pflege- und Reha-Einrichtungen, ergänzt um KI-Module etwa für Kodierung, Dokumentation und MD-Prüfungen. basebox ist eine horizontale KI-Plattform für Texte, Auskunft und Abläufe im ganzen Haus, in unserer Cloud oder auf einem Server im eigenen Haus. Beide lösen nicht dasselbe Problem: Für die Suche nach Nachversorgern passt Recare, für die übrigen Aufgaben basebox.
Anbieter: Recare ↗DeutschlandAngaben recherchiert am
| Merkmal | basebox | Recare |
|---|---|---|
| Kategorie | Horizontale KI-Plattform: Chat, Apps, Konnektoren, Rechte, Protokoll | Fachplattform für Entlassmanagement und Überleitung, mit KI-Modulen |
| Anbieter | basebox GmbH, Deutschland | Recare Deutschland GmbH, Berlin, gegründet 2017 |
| Zielgruppe | Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kommunen und weitere Häuser mit sensiblen Daten | Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen |
| Netz der Nachversorger | Keins | Laut Anbieter über 26.000 Pflege- und 650 Reha-Einrichtungen |
| Betrieb | Unsere Cloud in Deutschland, Server im eigenen Haus oder Hardware Ihrer Wahl | Cloud des Anbieters, Hosting in Deutschland laut Anbieter |
| KI-Modell | In der Cloud in Deutschland, beim Server auf dem Server selbst | Anbieter und Standort öffentlich nicht bekannt |
| Training mit Daten | Ihre Daten trainieren kein Modell | Laut Anbieter kein Training mit Patientendaten |
| KIS | Anbindung, sobald der Hersteller den Zugang bereitstellt | Übernahme von Patientendaten über HL7 aus dem KIS; Rückübertragung ins KIS mit Recare Operator |
| Nachweise | ISO 27001 zertifiziert, BSI C5 Typ 1 für die Cloud in Arbeit; AVV, Vereinbarung nach § 203 StGB | C5-Testat seit August 2024, Typ 2 seit Juni 2025; ISO 27001 |
| Preis | Öffentliche Listenpreise | Pakete nach Klinikgröße und Modulen; Betrag öffentlich nicht bekannt |
Angaben zu Recare nach der Website und den Pressemitteilungen des Anbieters, Stand 11.10.2026.
Was ist Recare?
Recare ist eine Plattform, die Krankenhäuser, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen verbindet. Kern ist Recare Discharge: Der Sozialdienst erfasst den Versorgungsbedarf, schickt Anfragen an passende Nachversorger in der Region und bekommt die Antworten strukturiert zurück, statt per Telefon und Fax. Pflegeeinrichtungen empfangen die Anfragen über Recare inbox. Laut Anbieter vertrauen über 1.000 Kliniken, über 26.000 Pflegeeinrichtungen und über 650 Reha-Kliniken auf Recare Discharge; in einer Pressemitteilung nennt Recare rund 75 Prozent der deutschen Akutkrankenhäuser. Diese Zahlen betreffen das Entlassmanagement, nicht die KI-Module.
Um Discharge herum hat Recare KI-Module gebaut, laut Website:
- Predict: schätzt, ob ein Patient Nachversorgung braucht, und hilft bei der Planung der Verweildauer.
- Voice: dokumentiert Patientengespräche und füllt Formulare.
- Extract und Docs: lesen Daten aus Berichten, PDFs und Scans aus und erstellen Dokumente wie Entlassbriefe und Anträge.
- Coding: schlägt ICD- und OPS-Kodes mit Beleg aus der Akte vor; laut Website als Private Beta bei ausgewählten Entwicklungs- und Pilotpartnern.
- MD Management: stellt bei Prüfungen durch den Medizinischen Dienst die Belege aus der Akte zu einem begründeten Widerspruch zusammen.
- Operator überträgt Gesprächsdokumentation und Briefe ins KIS, Patient Overview führt die Daten je Patient zusammen.
Kodierung und MD Management hat Recare am 16. September 2026 gestartet, mit der Artemed Klinikgruppe, der Alexianer-Gruppe und dem Evangelischen Krankenhaus Mettmann als Entwicklungspartnern. Die KI schlägt vor, eine Fachkraft prüft und gibt frei. Im Januar 2026 hat Recare eine Finanzierung über bis zu 37 Mio. Euro mit DNV als Lead-Investor abgeschlossen, unter anderem für den Ausbau dieser KI.
Wo laufen Plattform und KI-Modell?
Recare schreibt, Verarbeitung der Patientendaten und Hosting erfolgten ausschließlich in Deutschland; an anderer Stelle nennt die Seite die EU. Ein Rechenzentrum oder Cloud-Anbieter steht nicht auf der Website. 2023 hatte die Telekom angekündigt, dass T-Systems Daten von Recare in der Open Telekom Cloud hostet; ob das heute so ist, sagt Recare nicht. Recare hat seit August 2024 ein C5-Testat und seit Juni 2025 ein Testat BSI C5 Typ 2 und ist nach ISO 27001 zertifiziert; für welche Module das Testat gilt, nennt die Website nicht. Patientendaten werden laut Anbieter nicht zum Training von KI genutzt. Welche KI-Modelle die Module nutzen und wo sie laufen, steht nicht auf der Website. Fragen Sie danach, wenn Sie die Module prüfen.
Bei basebox läuft die Plattform in einer eigenen Umgebung je Organisation in unserem Rechenzentrum in Deutschland oder auf einem Server nur für Sie, bei Ihnen und auf Wunsch ohne Internetverbindung. In der Cloud läuft das KI-Modell auf unseren Servern im Rechenzentrum München-Ost. Den Server betreibt Ihre IT oder auf Wunsch basebox. Ihre Daten trainieren kein Modell.
Was kostet es?
Recare nennt keine Beträge. Für Kliniken gibt es aufeinander aufbauende Pakete (Connect, Transform S, M und L), der Preis richtet sich laut Anbieter nach Klinikgröße, Funktionsumfang und gewählten KI-Modulen. Für Pflegeeinrichtungen ist Recare inbox laut Anbieter kostenlos.
basebox in der Cloud kostet 490 € pro Person und Jahr bei 5 Personen und 240 € bei 200 Personen. Mit Server Klasse 1 zahlen Sie einmal 109.643 € für den Server, dazu 21.569 € Lizenz und 9.868 € Servicevertrag im Jahr; anmelden darf sich jeder. Gemeinnützige Einrichtungen erhalten 15 % auf die Lizenz. Listenpreise netto. Jede andere Personenzahl rechnet der Rechner.
Was Recare mitbringt, was basebox nicht hat
- Netz der Nachversorger: Anfragen an Pflege- und Reha-Einrichtungen und strukturierte Antworten in einer Plattform.
- Prognose des Nachversorgungsbedarfs mit Recare Predict.
- Fachmodule für Kodierung und MD-Prüfung, mit Entwicklungspartnern aus der Klinik.
- Testat BSI C5 Typ 2. basebox weist § 393 SGB V für die Cloud über ISO 27001 mit Maßnahmenplan nach § 1 C5GleichwV nach; das C5-Testat folgt, zuerst Typ 1, danach Typ 2.
- Datenaustausch mit dem KIS über HL7 und Rückübertragung mit Recare Operator. basebox bindet das KIS erst an, wenn der Hersteller den Zugang bereitstellt.
Für wen passt was?
- Recare passt zu Krankenhäusern, die das Entlassmanagement digital und mit einem großen Netz an Nachversorgern organisieren wollen, und zu Pflegeeinrichtungen, die Anfragen von Kliniken empfangen.
- basebox passt zu Krankenhäusern, die KI im ganzen Haus nutzen wollen, auch im Sozialdienst: Anträge an Krankenkassen für Reha und Hilfsmittel, Korrespondenz mit Nachversorgern, Suche in SGB V, IX und XI. Mehr dazu auf basebox für Krankenhäuser.
- Beides zusammen ist möglich: Recare für die Überleitung, basebox für Texte und Auskunft im übrigen Haus.
Häufige Fragen
Ersetzt basebox die Suche nach Nachversorgern?
Nein. Recare verbindet Kliniken mit einem Netz aus Pflege- und Reha-Einrichtungen, die Anfragen annehmen oder ablehnen. Ein solches Netz hat basebox nicht. basebox hilft dem Sozialdienst bei Texten: Anträge an Krankenkassen, Korrespondenz mit Nachversorgern, Sozialteil des Entlassbriefs.
Nutzen die genannten 1.000 Kliniken auch die KI von Recare?
Das sagt die Zahl nicht. Laut Recare vertrauen über 1.000 Kliniken auf Recare Discharge, das Entlassmanagement. Kodierung und MD Management hat Recare im September 2026 mit Entwicklungspartnern gestartet; wie viele Häuser die KI-Module nutzen, nennt Recare nicht.
Was kostet Recare für Pflegeeinrichtungen?
Laut Anbieter ist Recare inbox für Pflegeeinrichtungen kostenlos. Kliniken zahlen je nach Paket.
Wie bindet basebox klinische Systeme an?
Sobald der Hersteller den Zugang bereitstellt, etwa über die FHIR-Schnittstelle nach ISiK, über eine Datenplattform Ihres Hauses oder eine Schnittstelle, die Ihr Haus schon nutzt. Wir stimmen das mit Ihnen und dem Hersteller ab.
Quellen
- Recare: Startseite und Produkte (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Recare: Discharge für das Entlassmanagement (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Recare: Coding (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Recare: IT-Sicherheit und Datenschutz (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Recare: Preise für Krankenhäuser (abgerufen 11.10.2026) ↗
- Recare: Pressemitteilung zu Kodierung und MD Management (16.09.2026) ↗
- Recare: Pressemitteilung zur Finanzierung mit DNV (28.01.2026) ↗
- Deutsche Telekom: Telekom und Recare optimieren Krankenhausnachsorge (01.2023) ↗
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt, auf Grundlage der genannten Quellen. Verantwortlich für den Inhalt: basebox GmbH. Die Angaben über Recare stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Stand 11. Oktober 2026) und können sich geändert haben. Was öffentlich nicht bekannt ist, steht als offene Frage im Text. Korrekturen nehmen wir gern auf: support@basebox.ai. Keine Rechtsberatung, keine Haftung.